Erste Bilanz der Verkehrsüberwachung in Sehnde

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Seit Anfang 2020 überwacht die Stadt Sehnde den ruhenden Verkehr in allen Ortsteilen und seit Ende September auch den fließenden Verkehr. Nun liegt die erste Bilanz der Überwachung des ruhenden Verkehrs vor.

Ruhender Verkehr seit Januar

Der neue Sehnder Blitzer ist ein Leivtec XV3 – Foto: StVerw Sehnde/Leivtec

Demnach wurden in der Zeit von Januar bis Oktober 2020 in Sehnde im ruhenden Verkehr 1752 Verwarnungen ausgesprochen. Das beinhaltet das Überschreiten der Höchstparkdauer und das Parken auf einem Gehweg. Diese Überwachung brachte rund 32 600 Euro ein. Dazu kamen 15 Bußgeldverfahren unter anderem wegen fehlende HU, was weitere 1020 Euro einbrachte. Von diesen Verfahren sind bisher 1521 mit einer Gesamtsumme von 27 993,50 Euro bezahlt und abgeschlossen. 84 Verfahren wurden eingestellt, beispielweise weil das Auslegen einer vorhandenen Sondergenehmigung vergessen wurde. Die gesamten eingenommenen Gelder vom ruhenden Verkehr verbleiben bei der Stadt.

Zur weiteren Bearbeitung wurden 90 Verfahren, darunter 11 Bußgeldverfahren, an die Region Hannover als Bußgeldbehörde weitergeleitet. Von diesen Verfahren erhält die Stadt Sehnde einen anteiligen Betrag der eingenommenen Gelder. Zurzeit wird mit der Region Hannover über den kostenmäßigen Anteil für die Stadt Sehnde verhandelt.

Beleidigungen werden konsequent angezeigt

„Besonders häufig kommen Parkverstöße auf Gehwegen vor. Es wurde so geparkt, um den Verkehr auf der Straße nicht zu behindern, ist hierbei die meistgehörteste Ausrede“, erklärt Bürgermeister Olaf Kruse. Aber es geht acuh hoch her. „Verbalattacken gibt es, oft ohne Zurückhaltung und mit neuen Wortschöpfungen. Aber Beleidigungen werden konsequent angezeigt“, so der Bürgermeister weiter.

Neuer Blitzer im Einsatz

Um Geschwindigkeits-, Abstands und Rotlichtverstöße festzustellen, bauen die Polizei und die Verkehrsbehörde mobile und stationäre Messanlagen auf. Bei der mobilen Verkehrsüberwachung setzt die Stadt Sehnde jetzt auch auf den Überraschungseffekt. Die Messanlage ist schnell und leicht auf- und abzubauen.  Seit Oktober wird der fließende Verkehr von der Stadt Sehnde so überwacht. Auf der Internetseite der Stadt Sehnde stehen die aktuellen Standortbereiche der Geschwindigkeitsmessanlage der Stadt Sehnde zur Verfügung.

Auf der Strecke Klein Lobke nach Gretenberg gab’s ein Fahrverbot – Foto: Stadt Sehnde

Laut den ersten Auswertungen nach sechs Wochen im Einsatz liegen der Stadtverwaltung zufolge die meisten gemessenen Verstöße bis zu 15 Kilometer pro Stunde über der angegebenen Höchstgeschwindigkeit. Es gab jedoch auch einige „Ausreißer“. Zirka 10 Prozent aller Messungen über dem Richtwert zwischen 31 bis 50 Kilometer pro Stunde  gemessen. Die Auswertung ergab auch, dass bisher nur ein Fahrverbot ausgesprochen werden musste. Das ereignete sich auf der Strecke zwischen Klein Lobke und Gretenberg.

Zukünftig abends, nachts und am Wochenende im Einsatz

Die Messungen erfolgen zukünftig auch außerhalb der normalen Dienstzeiten der Verwaltung, um keinen Gewöhnungseffekt aufkommen zu lassen, fügt der Bürgermeister hinzu. Viele Bürger haben dabei Birgit Algermissen, die Bedienerin, direkt angesprochen und ihrer Freude darüber, dass die Überwachung des fließenden Verkehrs jetzt auch von der Stadt Sehnde vorgenommen wird, zum Ausdruck gebracht. Sie lassen dann auch das Messfahrzeug gerne auf ihrem Privatgrundstück stehen.

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