Entsiegelungen für mehr Versickerung von Regenwasser in Sehnde

Entsiegelungen für mehr Versickerung von Regenwasser in Sehnde
Entsiegelung Nordstraße 28 in der Größe von einer Beetfläche mit rund zwölf Quadratmetern – Foto: Stadtverwaltung

Damit mehr Regenwasser versickern kann, wurden im Dezember 2023 etliche städtische Flächen entsiegelt. Im Frühjahr 2024 werden weitere Entsiegelungen folgen.

In Sehnde sind 16 Quadratmeter neue Blühflächen zwischen den bereits vorhandenen Staudenbeeten an der Nordstraße gegenüber vom Rathausparkplatz entstanden.  In der Straße des Großen Freien ist der Gehwegbereich rund um die zwei großen Platanen vor dem Hochhaus entsiegelt worden. Zwischen den beiden Bäumen, ebenso vor und hinter dem Beet, lag bisher Betonsteinpflaster, dass teilweise von Baumwurzeln angehoben worden war. Diese Stolperfallen wurden entfernt. Rund um die Bäume ist der Gehweg nun als wassergebundene Decke hergestellt und somit versickerungsfähig. Der Bereich zwischen den Bäumen wird als Grünfläche hergerichtet werden.

An der Heinrichstraße in Wehmingen wurde der Asphalt unter der großen Kastanie entfernt. Es entstand eine etwa 50 Quadratmeter große entsiegelte Fläche, die im Frühjahr mit einer Waldsaum-Mischung eingesät wird. Diese setzt sich aus Gräsern und Kräutern zusammen.

Und in Ilten wurde an der Hugo-Remmert-Straße in der Nähe der Turnhalle ein 70 Quadratmeter großer Teil des Fußweges entsiegelt und als wassergebundener Weg hergestellt.

Planungen für 2024

Die Entsiegelung in der Straße des Großen Freien wird schon wieder mit Müll belegt – Foto: Stadtverwaltung

Auch im Frühjahr 2024 wird an der Entsiegelung weiter gearbeitet. In Müllingen an der Müllinger Straße wird der etwa 80 Quadratmeter große Bereich zwischen Eichenrondell und Anlieger entsiegelt und ebenfalls im Frühjahr begrünt.

Am Wischhof in Bilm soll im Frühjahr südlich einer großen Hofstelle 80 Quadratmeter jetzt stark verdichteter Bereiche als Blühflächen hergestellt.

Zusammengerechnet sind das insgesamt etwa 320 Quadratmeter entsiegelte Flächen, die für mehr Versickerung zur Verfügung stehen und teilweise durch Bepflanzung und Einsaat der größeren Artenvielfalt von Flora und Fauna dienen. Damit die Grünflächen vor erneuter Verdichtung durch Befahren und Beparken geschützt sind, werden Einfriedungen davor eingebaut.  

„Jede freie Fläche  ist ein Gewinn für Natur und Klima“, fügt der Sehnder Bürgermeister Olaf Kruse hinzu. „Denn tatsächlich ist es so, dass jeder Quadratmeter hilft.“ Nun gilt es, die neuen Flächen vor Verschmutzungen durch Unrat zu bewahren und nicht zu zertreten.

Anzeige
Werben Sie bei Sehnde-News