34 Millionen Euro für die Wiederherstellung von drei Mooren in der Region Hannover

Nachhaltige Moorentwicklung ist das Ziel des Projekts „RePeat“. Dafür sollen drei Moore in der Region Hannover bis 2035 wieder vernässt werden. Konkret geht es um das Altwarmbüchener Moor im Großen Freien, das Rehburger Moor und das Trunnenmoor mit insgesamt 1840 Hektar. Das Ziel ist die Wiederherstellung naturnaher Wasserstände in den drei Mooren in Neustadt am Rübenberge, Burgdorf, Burgwedel, Lehrte, Sehnde, Hannover und Isernhagen. Aufgrund ihrer starken Gefährdung und der großen ökologischen Bedeutung stehen Moore unter dem Schutz der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU und sind Bestandteile des europäischen Netzwerkes „Natura 2000“. Sie haben das Potenzial, sich wieder zu lebenden Mooren mit wachsenden Torfmoosen zu entwickeln. Wachsende, intakte Moore tragen als natürlicher CO2-Speicher ganz erheblich zum Klimaschutz bei. Zum Auftakt luden die Projektpartner, das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz (MU), der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und die Region Hannover zu einer Auftaktveranstaltung ins Haus der Region ein. Die Eigner der rund 400 Grundstücke des Altwarmbüchener Moores als Bestandteil des Großen Freien waren nicht dabei.
Moore sind Klimaschützer
„Intakte Moore sind Superhelden. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zum Naturschutz, zum Wasserrückhalt und sind die natürlichen Klimaschützer Nr. 1, da sie enorme Mengen Kohlenstoff speichern können“, betont Umweltminister Christian Meyer. „Als moorreichstes Bundesland sehen wir unsere Aufgabe darin, unsere verbliebenen Moore zu schützen und in Teilen wiederherzustellen. Der aktuelle Zustand der genannten Moore ist unzureichend und soll daher durch ein nachhaltiges Wassermanagement und Flächenkonzept für rund 34 Millionen Euro verbessert werden.
Möglich macht das auch eine EU-Umweltförderung aus dem Förderprogramm LIFE in Höhe von zehn Millionen Euro sowie die umfangreiche finanzielle Beteiligung der Projektträger selbst. Jeweils zwölf Millionen Euro steuern das Land Niedersachsen und die Region Hannover zu dem Projekt bei.
Der Name des Projekts „RePeat“ steht für „Restauration of Peatlands in the Hannover Region“ – ein deutscher Name war wohl dafür nicht verfügbar – und verweist zudem auf das erfolgreiche Vorgängerprojekt zur Moorrenaturierung LIFE+ „Hannoversche Moorgeest“.
Keine Nachteile für Anlieger und Bewirtschafter
Eine Botschaft ist den Projektplanern bei Land und Region bei der Auftaktveranstaltung im Haus der Region besonders wichtig: Bewirtschaftern und privaten Anliegern sollen durch die Wiedervernässung keine Nachteile entstehen. Bereits vor dem offiziellen Projektstart habe man deshalb den engen Austausch zu Eigentümern, Bewirtschaftern und lokalen Akteuren gesucht – was diese für das Altwarmbüchener Moor an anderer Stelle allerdings verneinten (SN berichtete).

In verschiedenen Gremien soll die Möglichkeit bestehen, örtliche Belange aller Art einzubringen. Im Rahmen der geplanten Flurbereinigungsverfahren sollen alle Flächeneigentümer individuell kontaktiert und beteiligt werden. Ziel ist es, für möglichst viele Flächen Kauf-, Tausch- oder Gestattungsverträge abzuschließen, um anschließend möglichst große, zusammenhängende Gebiete renaturieren zu können.
Offizieller Projektstart war der 1. Januar 2026. Weitere Informationen zum LIFE-Projekt „RePeat“ liefert die Projektwebsite des NLWKN.
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