Zwangsarbeitslager und Tod: Publikation zum Forschungsprojekt der Zwangsarbeit in Lehrte

Im Auftrag der Stadt Lehrte hat der Historiker Dr. Heiko Arndt in einem dreijährigen Forschungsprojekt die Bedeutung von Lehrte im System der nationalsozialistischen Zwangsarbeit herausgearbeitet. Als Eisenbahnknotenpunkt befand sich auf dem Stadtgebiet seit 1942 ein großes Durchgangslager, in dem vor allem Menschen aus Osteuropa registriert, entlaust und an Arbeitsplätze in Nordwestdeutschland weitergeleitet wurden. Daneben existierten weitere Zwangsarbeitslager mit Tausenden Insassen vor Ort.
Im vorliegenden, in diesem Sommer im Wehrhahn Verlag erschienenen Buch, sind die Ergebnisse der Forschung dokumentiert. Erstmals wurden ausführlich die Umstände in den Lagern und auch der Terror näher beschrieben, den die ausländischen Arbeitskräfte ausgesetzt waren. Zudem gab es in Lehrte ungewöhnlich viele Todesfälle unter Zwangsarbeitern und ihren mitverschleppten Angehörigen zu verzeichnen, die auf Lehrter Friedhöfen begraben wurden.
Der Vortrag gibt einen knappen Einblick in die dreijährige Forschungsarbeit und stellt weitere Forschungs- und Vermittlungsvorhaben vor.
Der Vortrag findet in der städtischen Galerie am Dienstag, 03.11.2026, um 19 Uhr, statt. Die Begrüßung der Gäste übernimmt der Lehrter Bürgermeister Frank Prüße, den Vortrag hält Dr. Heiko Arndt. Der Eintritt ist frei, Einlass ist ab 18.30 Uhr.
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