Präventionsprojekt für Siebtklässler: „Sauber bleiben – werde nicht zu Täter, Opfer oder Zeuge“

Wie funktioniert eigentlich ein Gerichtsverfahren? Welche Folgen können Straftaten haben? Und welche Rolle spielen Täter, Opfer und Zeugen dabei? Mit diesen Fragen beschäftigten sich kürzlich die Schüler der siebten Klassen der Realschule in Lehrte im Rahmen des Präventionsprojekts „Sauber bleiben – werde nicht zu Täter, Opfer oder Zeuge“. Das Projekt richtete sich gezielt an Jugendliche im Alter von zirka 12 bis 13 Jahren – also kurz vor dem Eintritt in die Strafmündigkeit. Ziel ist es, frühzeitig über rechtliche Konsequenzen und gesellschaftliche Verantwortung zu sensibilisieren.
Das Projekt
Am ersten Projekttag besuchten die Klassen das Amtsgericht Lehrte. Dort erhielten die Jugendlichen die Möglichkeit, mit dem Jugendrichter Tobias Meier-Böke ins Gespräch zu kommen und anschließend eine Gerichtsverhandlung zu beobachten. Viele Schüler zeigten sich beeindruckt davon, wie ernst die Atmosphäre im Gerichtssaal ist und welche Konsequenzen Straftaten haben können.
Der zweite Projekttag fand im Jugendhaus Nord „JuNo” statt. Dort wurden die Eindrücke aus dem Gericht gemeinsam aufgearbeitet. In Workshops setzten sich die Jugendlichen mit Themen wie Gruppendruck, Gewalt und Zivilcourage auseinander. Unterstützt wurden sie dabei von den Initiatoren des Projekts Carsten Bökhaus (Schulsozialarbeit), Jörg Weniger (Jugendgerichtshilfe) und Florian Reuper (Team Kinder- und Jugendarbeit aka FreiZeitRaum) aus dem “JuNo”. Zu den weiteren Beteiligten zählten neben dem restlichen Team aus dem JuNo, Fachkräfte der Polizei sowie des Jugendhilfeträgers Bildungsmaßnahmen im Arbeits- und Freizeitbereich.
Projekt wird fortgesetzt
Durch die Zusammenarbeit verschiedener Institutionen erhielten die Jugendlichen unterschiedliche Blickwinkel auf das Thema Kriminalität und deren Folgen. Ziel des Projekts ist es, Jugendliche zu stärken, verantwortungsbewusste Entscheidungen zu treffen und sich in schwierigen Situationen nicht von Gruppendruck leiten zu lassen.
Die beteiligten Fachkräfte sehen in dem Projekt einen wichtigen Beitrag zur Prävention vor Jugendkriminalität und planen, das Angebot auch in Zukunft regelmäßig für Schüler des siebten Jahrgangs anzubieten.
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