Einweihung des neu gebauten Schulzentrum Lehrte-Süd gefeiert

Einweihung des neu gebauten Schulzentrum Lehrte-Süd gefeiert
Rund 500 geladene Personen nehmen gut gelaunt an der feierlichen Eröffnung teil und hören die Rede von Bürgermeister Frank Prüße – Foto: Stadt Lehrte
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Nach einer mehrjährigen Planungs- und Bauphase ist es vollbracht: Die Stadt Lehrte hat die termingerechte Fertigstellung und offizielle Übergabe des ersten Bauabschnitts des neuen Schulzentrum Süd mit rund 500 geladenen Gästen gefeiert. Damit ist der Startschuss für eine neue Ära des gemeinsamen Lernens und Lebens gefallen. Das Großprojekt gilt als eines der bedeutendsten und zukunftsweisendsten Bauvorhaben in der Geschichte der Stadt.

Zwei Schulen unter einem modernen Dach

Mit dem Neubau werden zwei Schulen an einem zentralen Standort vereint: die IGS und die Realschule. Auf dem neuen, barrierefreien Campus finden künftig rund 1.800 Schüler Platz. Bei der Konzeption wurde größter Wert auf Flexibilität gelegt. Die räumliche Struktur ist so gestaltet, dass sie flexibel auf schwankende Schülerzahlen der beiden Schulformen reagieren kann; Räume lassen sich je nach Bedarf zuschalten.

Auch pädagogisch geht das Schulzentrum neue Wege: Großzügige Differenzierungsräume ermöglichen moderne Unterrichtsformen, während in den Verkehrs- und Erschließungsflächen zusätzliche Lerninseln und Arbeitsbereiche für die Schüler geschaffen wurden. Ergänzt wird das zukunftsorientierte Konzept durch die Integration von Unisex-WCs sowie die konsequente Berücksichtigung von Inklusion und Barrierefreiheit von der ersten Planungssekunde an.

Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Fokus

Das neue Schulzentrum setzt auch ökologisch Maßstäbe. Das gesamte Gebäude kommt ohne fossile Brennstoffe aus. Eine großflächige Photovoltaikanlage auf dem Dach sorgt in Kombination mit modernen Wärmepumpen für eine nachhaltige und autarke Energieversorgung. Zudem wird das anfallende Regenwasser direkt vor Ort versickert. Ein besonderer Beitrag zum Ressourcenschutz wurde durch den Erhalt des bestehenden Realschulgebäudes geleistet: Dadurch konnte eine erhebliche Menge an „grauer Energie“ eingespart werden.

Erfolgreiche Bewältigung einer Mammutaufgabe

Schlüsselübergabe: Markus Böhm (Realschule) und Mara Gerrits (IGS) nehmen den Schlüssel von Dr. Philipp Stichnoth (HOCHTIEF) entgegen, Bürgermeister Frank Prüße und die Architekten Jan Uetzmann und Mikkel Beedholm schauen zu – Foto. Stadt Lehrte

Eine der größten Probleme des Projekts war die Umsetzung des Neubaus während des laufenden Schulbetriebs – und das ohne zusätzliche Interimslösungen. Dies bedeutete für die Schüler, die Lehrkräfte, das Betreuungspersonal sowie die Eltern tägliche Einschränkungen durch Lärm, Staub und veränderte Verkehrswege.

Der Lehrter Bürgermeister Frank Prüße fand in seiner Ansprache anlässlich der Einweihung anerkennende Worte für diese Gemeinschaftsleistung: „Ein Projekt dieser Größenordnung kann nur gelingen, wenn viele Menschen Hand in Hand gemeinsam an einem Ziel arbeiten. Dass Schule und Baustelle über Monate hinweg so gut aufeinander Rücksicht genommen und partnerschaftlich Lösungen gefunden haben, ist ein herausragendes Beispiel für den starken Zusammenhalt in unserer Stadt.“ Der Bürgermeister sprach im Namen der Stadt allen am Bau Beteiligten seinen tiefen Dank aus. Ein besonderer Dank ging an die Firma HOCHTIEF – vertreten durch den Niederlassungsleiter Dr. Philipp Stichnoth und seinen Mitarbeiter Michael Parsch – sowie allen beteiligten Baufirmen mit den zahlreichen Handwerkern, die die Planungen täglich in Realität umsetzten. Ebenso würdigte er den herausragenden Entwurf des Architekturbüros MOSAIK um Jan Uetzmann und die kompetente Unterstützung durch den Projektsteuerer rheform mit dem Team um Axel Müller, Malte Wagner und Michael Bollinger. Nicht zuletzt dankte der Bürgermeister den Schulleitungen der IGS und der Realschule sowie allen am Bau Beteiligten. Dr. Stichnoth ergänzte in seiner Ansprache, „dass die Planungs- und Bauarbeiten an diesem außergewöhnlichen Gebäude nach nur 23 Monaten erfolgreich abgeschlossen werden konnten unterstreicht die sehr gute Zusammenarbeit aller am Projekt beteiligter Personen. Ich wünsche insbesondere den Schülerinnen und Schülern viel Freude, Erfolg und unvergessliche Momente in ihrer neuen Lernumgebung.“

Zweiter Schritt folgt

Mit der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ist zwar ein wesentlicher Meilenstein erreicht, das Gesamtprojekt läuft jedoch planmäßig weiter. Der weitere Zeitplan sieht wie folgt aus:

  • Bis Frühjahr 2027: Abbruch der alten Gebäude der Realschule und der IGS.
  • Bis Herbst 2027: Fertigstellung des 2. Bauabschnitts, inklusive der neuen Oberstufe der IGS sowie der neuen 3-Feld-Sporthalle.
  • Bis Sommer 2028: Fertigstellung des 3. Bauabschnitts mit dem neuen Parkdeck und den Außenanlagen.

Auch nach der baulichen Fertigstellung bleibt der Partner an Bord: Der Betrieb und die Bewirtschaftung des gesamten Schulzentrums sind für die kommenden 20 Jahre vertraglich an die Firma HOCHTIEF vergeben.

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