Unangenehme Aufgabe: Recken reisen zur HSG Wetzlar

17. März 2018 @

Es gibt Auswärtsspiele, die in die Kategorie „unangenehm“ fallen. Die Begegnung bei der HSG Wetzlar, die der TSV Hannover-Burgdorf am Sonntagmittag (12.30 Uhr live bei Sky) bevorsteht, zählt auf jeden Fall dazu. Die Mittelhessen sind nicht nur äußerst heimstark, sondern gehören einmal mehr zu den Überraschungsteams der DKB Handball-Bundesliga.

Schwer, aber nicht unmöglich, so bewertet Trainer Carlos Ortega die anstehende Aufagbe – Foto: JPH

„Wetzlar schafft es gefühlt in jeder Saison einen personellen Umbruch in herausragender Manier zu vollziehen“, lobt Recken-Geschäftsführer Benjamin Chatton die HSG. Trotzdem wollen Die Recken natürlich alles daran setzen, um am Sonntagmittag die Punkte aus der Rittal-Arena zu entführen. „Wir müssen deutlich besser spielen als zuletzt in Göppingen und auch gegen Lübbecke“, stellt Spielmacher Morten Olsen, der zuletzt wegen Fußproblemen pausierte, klar.

Personell gibt es bei den Recken vor der Reise nach Mittelhessen noch einige Fragezeichen. Fabian Böhm, Evgeni Pevnov (beide Oberschenkelprobleme) und Rúnar Kárason (Wadenprobleme) sind angeschlagen. Allerdings hat auch die HSG Wetzlar personelle Schwierigkeiten und musste zudem am Donnerstagabend eine unglückliche 31:29 Niederlage bei den Eulen Ludwigshafen verkraften. „Man weiß immer erst hinterher, ob das ein Vor- oder ein Nachteil ist. Meine Mannschaft braucht den Wettkampfmodus, denn dann haben wir bisher die besten Ergebnisse erzielt“, sagt Trainer Carlos Ortega.

Wenn es um die Stärken der HSG Wetzlar geht muss der 46-jährige Spanier nicht lange überlegen: „Das Zusammenspiel im Rückraum mit Kreisläufer Jannik Kohlbacher ist eine Stärke der HSG. Zudem haben sie gute Spieler, wie beispielsweise Kristian Björnsen, die sowohl im Tempogegenstoß als auch von ihrer Position sehr abschlussstark sind. Ihr größter Trumpf ist aber die Abwehr, die in Kombination mit den Torhüter zu den besten der Liga zählt.“

Die Konstellation am Sonntag erhält zusätzliche Brisanz dadurch, dass beide Mannschaften im Rahmen des REWE Final Four Anfang Mai in Hamburg aufeinandertreffen. Allerdings glaubt Carlos Ortega nicht, dass dies Auswirkungen auf die Partie in der DKB Handball-Bundesliga haben wird. „Das Spiel im Pokal ist noch sehr weit weg und wir wissen nicht, wie es im Mai bei beiden Teams aussehen wird. Es wird am Sonntag ein Duell, wo alle Karten auf dem Tisch liegen werden.“ Wenn aus Sicht der Recken die Trümpfe stechen, könnten die Niedersachsen ein unangenehmes Auswärtsspiel erfolgreich bestreiten.

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