Rache fürs 0:6 – oder erster Sieg für das neue Team?

12. August 2019 @

Gibt es eine Revanche des Karlsruher SC für die 0:6-Klatsche durch Hannover 96 im vergangenen Pokaljahr und kommt der Tabellenführer der zweiten Bundesliga seiner Favoritenstellung nach? Oder fasst Hannover 96 nach dem verkorksten Saisonauftakt jetzt Tritt mit einem Auswärtssieg im DFB-Pokal? Beides ist möglich, wahrscheinlicher soll aber ein Sieg der Gäste sein – so sehen es zumindest die Wettquoten, die mit einer Durchschnittsquote von 3,61 (KSC) zu 1,99 (H 96) auf das Team von Mirko Slomka tippen.

Mirko Slomka bezeichnet den KSC als „Harten Brocken“ – Foto: JPH

Mit dem Pokalspiel am Montag, 12.08.2019, kommt es zur Neuauflage des Spiels aus dem Vorjahr. Allerdings mit geänderten Vorzeichen. Der KSC ist nun in Liga 2 und Hannover 96 mittlerweile auch. Allerdings hat der KSC als Tabellenführer der 2. Liga gegenüber dem Absteiger auf Tabellenplatz 12 den besseren Start in die Saison erwischt. Und Hannovers Team hat mit Ron-Robert Zieler einen Torwart, der in den zwei Spielen immer einmal gepatzt hat. Doch einen bislang bei Hannover praktizierten Wechsel zwischen den Pfosten beim Pokalspiel zum zweiten Goali Micheal Esser schloss Slomka aus: Nummer 1 bleibt Nummer 1.

Ausfallen wird – wen wundert’s langsam – Jonathas. Dafür kommt Teuchert zurück und ist als Option für die Startelf natürlich im Kader. Auch Muslija, der am Freitag noch mit einem kleinen Fragezeichen versehen wurde, ist mit dabei. Zudem reisen 400 Fans mit nach Karlsruhe, um dem Team zur Seite zu stehen. Während der Trainer nichts zur Taktik und der Startelf sagen wollte, meinte er immerhin, dass man des Ballbesitz geduldiger gestalten müsse und dann auf „Gelegenheiten warten“. Auch das Umschalten von Abwehr auf Angriff muss bei dem – vom Trainer geliebten „Alles oder nichts-Spiel – besonders klappen. Und dann gelte es, die Chancen besser zu verwerten. Außerdem müsse man die Standardsituationen besser variieren – was man geübt habe.

Von Florent Muslija erwartet der Trainer mehr Zug zum Tor – Foto: JPH

Über diese Standards haben die Karlsruher drei ihrer bisher erzielten Tore gemacht, was ein deutliches Zeichen für eine stabile Abwehr der Roten gegen die durchschnittlich 1,87 Meter großen Angreifer der Badener ist. Zudem, so Slomka, haben die Gastgeber neue gute Spieler integriert und das Team musste wenig Umbau verkraften. Sie sind dabei eher defensiv aufgestellt und agieren mit zwei Stürmern – „ein harter Brocken“, wie es der Teamchef aus Hannover nennt. Aber er sieht sein Team gut aufgestellt: “ Wir wollen nach dem Saisonstart nun mal etwas erreichen, was uns weiterbringt.“ Immerhin haben man gegen Jahn Regensburg dominant gespielt, aber die eigenen Chancen nicht umgesetzt. Das soll Montagabend um 18.30 Uhr im Wildparkstadion endlich anders werden.

Der Kader der Hannoveraner: Ron-Robert Ziler, Michael Esser, Josip Elez, Miiko Albornoz, Julian Korb, Felipe, Marvin Bakalorz, Edgar Prib, Genki Haraguchi, Linton Maina, Sebastian Soto, Marvin Duksch, Iver Fossum, Matthias Ostrzolek, Sebastian Jung, Hendrik Weydandt, Marcel Franke, Waldemar Anton, Cedric Teuchert und Florent Muslija.

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