Drei Punkte sind eigentlich Pflicht – für beide: Hannover gegen Hoffenheim

24. September 2018 @

Hannover 96 trifft am Dienstagabend um 20.30 Uhr vor rund 33 000 Zuschauern in der HDI Arena auf die TSG 1899 Hoffenheim. Das Spiel steht unter einem besonderen Stern, denn Hannover 96 muss unbedingt den ersten Dreier einfahren. Hatte man eigentlich noch mit einem guten Abschneiden in Nürnberg gerechnet, so machten dort bekanntermaßen der Schiedsrichter Bastian Dankert mit seinem Videoassistenten Tobias Stieler den Erwartungen in der 29. Minute einen heftigen Strich durch die Rechnung – er verwies Miiko Albornoz mit einer roten Karte direkt vom Platz – nach einer (Fast-)Schwalbe von Virgil Misidjans. Damit wird Albornoz den Roten am Abend nicht zur Verfügung stehen, darf aber bereits gegen Frankfurt wieder mitspielen, wie der DFB heute entschied.

Andre Breitenreiter mus Dienstagabend punkten – Foto: JPH/Archiv

Doch die Fehlentscheidung hat Hannover nun in die unangenehme Situation gebracht, gegen Hoffenheim eigentlich gewinnen zu müssen, will man sich nicht auf Dauer wieder auf den letzten vier Plätzen festnageln lassen – auch wenn der Trainer das nicht gerne hört. Dabei trennt die Mannschaft von André Breitenreiter von einem direkten Abstiegsplatz zu Stuttgart nur ein „Törchen“.

Erfreulich ist für den hannoverschen Trainer, dass er bis auf Albornoz und die Verletzten Prib und Hübers auf keine Möglichkeit für den Kader verzichten muss. Dabei kämen für Albornoz sicher Ostrzolek oder Elez in Betracht. Es wird eine schwere Aufgabe, so der Trainer am Montagnachmittag, aber die Mannschaft hat sich gut regeneriert und ist froh, dass sie schon nach zwei Tagen etwas gut machen kann. „Ich verlange von der Mannschaft Gier, Biss und Siegeswillen“, so der Trainer. Das heißt übersetzt, die Grundlagen des Fußballs anzuwenden, Druck zu machen und bis zum Erfolg zu kämpfen.

Miiko Albornoz nur für ein Spiel gesperrt – Foto: JPH/Archiv

18 Mal spielten die beiden Teams gegeneinander, dabei hatten die Gäste mit elf Siegen die Nase vorn – doch die letzten beiden Partien in Hannover gewannen die Hausherren mit 1:0 und 2:0. Und so zollt auch der Gegner den 96ern Respekt, was Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann so ausdrückt: „Es ist eine Mannschaft, die eine unglaubliche Power und Mentalität hat. Sie haben eine unglaubliche variable Grundordnung und sind sehr schwer zu knacken.“

Besondere Reize der Partie Dienstagabend: Gewänne Hannover und verlöre Stuttgart in Leipzig, hätte man schon mal ein Punktepolster nach unten und könnte möglicherweise sogar einen der Tabellennachbarn hinter sich lassen – darunter übrigens auch Hoffenheim! Eines fürchtet Nagelsmann ganz bestimmt in Hannover: Dass es vielleicht doch noch schneit…

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