„Zukunft ernten“: Gartenregion startet Förderwettbewerb 2021

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„Gärten fördern. Zukunft ernten!“ Unter diesem Motto hat die Region Hannover jetzt einen Förderwettbewerb ausgeschrieben. Mit bis zu 30 000 Euro werden ausgewählte Vorhaben unterstützt, die Antworten auf die Frage finden, wie Gärten und Grünräume der Region Hannover unter Berücksichtigung aktueller Vorgaben zu einer Verbesserung der Lebensqualität beitragen können. Gefördert werden Beiträge zu den Themen „Gesundheit und Ernährung“, „Klimaanpassung und Klimaschutz“ sowie „Grüne Baukultur“. Bewerbungen sind bis zum 31. März 2021 möglich. Eine Jury entscheidet im Anschluss über die Vergabe der Preisgelder. Detaillierte Ausschreibungsunterlagen sind im Internet abrufbar.

Gestaltung planen, enireichen und gewinnen – Foto: JPH/Symbolfoto

„Die intensive Nutzung unserer Parks und Wälder in der COVID-19-Pandemie zeigt, wie wichtig und sinnvoll diese Investitionen waren und sind. Grünanlagen im unmittelbaren Wohnumfeld der Menschen sind für ihre alltägliche Erholung wichtig und werden auch wieder zu Orten der Begegnung werden“, erläutert Christine Karasch, Dezernentin für Umwelt, Planung und Bauen.

Wettbewerb erstmals ausgeschrieben

Mit dem erstmals für 2021 ausgeschriebenen Förderwettbewerb sollen in den kommenden Jahren verstärkt richtungsweisende garten- und grünraumbezogene Projekte unterstützt werden, die aktuelle Zukunftsfragen aufgreifen und neuartige Lösungsansätze erproben. Die Preisträger können pro Vorhaben eine Summe von mindestens 3000 Euro und maximal 30 000 Euro erhalten. Insgesamt sind 100 000 Euro Fördergeld ausgelobt.

Themeninhalte

Im Themenfeld Ernährung und Gesundheit sollen Antworten auf einzelne dieser Fragen gegeben werden: Wie ernähren wir uns zukünftig? Woher kommen unsere Lebensmittel? Wie wollen wir sie produzieren (lassen)? Welche Rolle spielen dabei unsere Gärten, Grünflächen und Landschaftsräume in der Region Hannover? Wie tragen sie zu unserer Gesundheit bei? Wie können Aufenthalt und Erlebnisse im Grünen unser persönliches Wohlbefinden verbessern? Welche Aufgabe übernehmen Gärten bei der Gesundheitsvorsorge? Wie können Gärten zur Behandlung und zum Genesungserfolg beitragen? Welche Rolle spielen Gärten in den verschiedenen Lebensphasen?

Beim Förderschwerpunkt Klimaschutz und -anpassung soll es darum gehen, wie Gärten und siedlungsbezogene Grünzonen zum Klimaschutz beitragen können. Welche Lösungsansätze für klima- und umweltbedingte Herausforderungen sind auf ungenutzten Flächen und an sogenannten „Unorten“ möglich? Was heißt Klimaanpassung für die Anlage und Bewirtschaftung von Gärten, Grünräume und Landschaftsräumen in der Region Hannover? Wie verändern sich Pflanzenwahl und -pflege?

Wie hier im Park der Sinne soll Planung nach den Themen erfolgen – Foto: Region Hannover(Annette Prüßner

Vorschläge für eine Grüne Baukultur könnten sich damit befassen, mit welchen innovativen baulichen, planerischen und technischen Maßnahmen sich Grünbereiche zukunftsgerecht gestalten lassen? Wie müssen Grünräume gestaltet werden, um zur Steigerung der Biodiversität und zum Insektenschutz beizutragen? Wie sieht zukunftsweisende Garten- und Landschaftsarchitektur und Freiraumplanung für die Region Hannover aus? Welche Best-Practice-Beispiele gibt es? Was lässt sich aus ihnen für die Sanierung, Neu- und Umgestaltung von Parks und Gärten usw. lernen?

Wettbewerbsunterlagen

„Die eingereichten Ideenskizzen sollen die Bedeutung, Funktionsweise und zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten von Gärten, Parks und Grünflächen in der Region Hannover sowie die Handlungsoptionen für die mit ihnen verbundenen Personen, Gruppen und Institutionen aufzeigen“, betont Astrid Eblenkamp vom Projektteam der Gartenregion Hannover. Am Wettbewerb beteiligen können sich Vereine und private Organisationen, Forstverwaltungen, Realverbände und in Einzelfällen auch natürliche Personen, die in der Region Hannover aktiv sind und mit dem zu fördernden Projekt keine kommerziellen Interessen verfolgen, ebenso wie die Städte und Gemeinden der Region Hannover.

Die Bekanntgabe der Preisträgerinnen und Preisträger erfolgt im Sommer 2021. Sie sind dann bis zum Jahresende 2021 zur Umsetzung verpflichtet.

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