Signal gegen Antisemitismus setzen – Israels Flagge hissen

9. Mai 2018 @

Am 14. Mai 2018 jährt sich zum 70. Mal die Staatsgründung Israels. Auch der Deutsche Bundestag hat kürzlich über das Gedenken anlässlich dieses Termins diskutiert. Das Existenzrecht Israels als einziger jüdischer Staat zu schützen, ist deutsche Staatsräson, hat  Bundeskanzlerin Angela Merkel bereits 2008 erklärt.

Vor dem Regionshaus soll die israelische Flagge wehen – Foto: JPH

Derzeit erleben wir in Deutschland vielerorts ein Erstarken von Antisemitismus. Jüdische Kinder werden an Schulen gemobbt, in Berlin kann es gefährlich sein, sich in der Öffentlichkeit als Jude zu bekennen, israelische Flaggen werden öffentlich verbrannt oder entwendet. Vor diesem Hintergrund fand in Berlin kürzlich die Aktion „Berlin trägt Kippa“ und auch in Hannover ein „Kippa Walk“ statt. Für die CDU-Fraktion ist der Antisemitismus ein Übel, das bekämpft werden muss. „Wir sind dem Staat Israel und allen Menschen jüdischen Glaubens in besonderer Weise verbunden und wir akzeptieren nicht, wenn Juden oder der Staat Israel beleidigt werden“, teilt Johannes Knauf, Fraktionsgeschäftsführer der CDU-Fraktion Region Hannover mit.

Die Region Hannover unterhält seit 37 Jahren mit der israelischen Region Unter-Galiläa eine enge Partnerschaft. Am 8. März 1981 wurde diese Partnerschaft durch das gemeinschaftliche Unterzeichnen der Partnerschaftsurkunde in Israel begründet. Durch die Aufarbeitung der Geschichte der Gartenbauschule Ahlem wurde hierfür bereits 1980 der Grundstein gelegt. Denn auf dem Gelände der jetzigen Justus-von-Liebig-Schule wurde 1893 die „Israelitische Gartenbauschule“ gegründet. Seitdem findet regelmäßig ein Austausch von Schülerinnen und Schülern der Kadoorie-Schule und der Justus-von-Liebig-Schule sowie von Seiten der Politik statt. Zum 60. Jubiläum des Staates Israel war sogar eine Delegation der Region Hannover in der Region Unter-Galiläa zu Besuch.

Bernward Schlossarek, Vorsitzender der CDU-Fraktion, der selbst vor zehn Jahren an den Feierlichkeiten in Israel zu diesem Jubiläum teilnahm, meint zu den jüngsten antisemitischen Vorgängen: „Ich schlage vor, dass die Region Hannover anlässlich des 70. Jahrestages der Staatsgründung Israels am 14. Mai 2018 die israelische Flagge vor dem Regionshaus in Hannover hisst, um so unsere Solidarität mit unseren Freunden in Unter-Galiläa symbolhaft zu zeigen und um klarzumachen, dass Antisemitismus keinen Platz in Deutschland haben darf.“

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