Die PARTEI will in Ostregion antreten – Kandidaten vorgestellt

16. Juli 2018 @

Die PARTEI, gegründet von Martin Sonneborn, inzwischen Abgeordneter im Europäischen Parlament, will jetzt auch bei den vier Bürgermeisterwahlen in Sehnde, Lehrte, Burgdorf und Neustadt am Rübenberge antreten. Das hat sie in einer Pressemitteilung kundgetan, in der sie auch die drei  geplanten Kandidaten und die Kandidatin vorstellt. Dass es der PARTEI damit durchaus „ernst“ ist, scheint sicher zu sein. Die Kandidatenaufstellung erfolgte am vergangenen Sonntag, 8. Juli 2018, in Hannover. Drei der Nominierten wollen im Ostkreis ihr Glück herausfordern.

Beginnen den Kampf um die Rathäuser: Christina Lütkebohmert, Marc Müller und Oliver Rohrsen (v.li.) – Foto: Die PARTEI

Insgesamt 20 Sitze in Kommunalparlamenten hat „Die PARTEI“ bei Wahlen in Niedersachsen schon  errungen, der Parteikreisverband Hannover hat laut eigenen Angaben rund 400 Mitglieder. Nun will sie für die vier Bürgermeisterpositionen bei den Wahlen 2019 in der Region Hannover antreten. Demzufolge zeigt sich Julian Klippert, Ratsherr im Stadtrat Hannover und Abgeordneter der PARTEI in der Regionsversammlung mit insgesamt drei Sitzen, mehr als zufrieden mit den Kandidaten für die Region. Und so wollen sie nach eigenen Angaben in der Ostregion antreten:

Für Burgdorf steht Marc Müller  bereit, ein 33-jähriger Bauleiter und Fotograf, der bereit ist, „in der Spargelstadt das Zepter in die Hand zu nehmen und Burgdorf damit aus den Jahren des SPD-Jochs zu befreien. Auferstanden aus Ruinen wird er die Stadt wieder mit Leben füllen, auch abseits der wie immer zu kurzen Spargelsaison. Sozialer als die SPD, konsequenter als die CDU, mehr Bio als die Grünen und anbiedernder als die FDP steht der Mann mit dem prägnanten Namen wie kein zweiter für die Ideale der Partei Die PARTEI und erklärt bodenständig: ‚Ich bin ein Mann aus dem Volk, für das Volk! Das regelt der Marc.'“

In  Lehrte will die PARTEI Oliver Rohrsen nominieren. Der 41 jährige Koch und Fooddesigner bringt nach PARTEI-Angaben „Tier und Mensch gleichermaßen zum Schweigen und bietet der Stadt Lehrte einiges an Know-How abseits des Mainstreams. Ursprünglich in der Welthungerhilfe tätig, möchte er sich nun für die Menschen einsetzen, die nicht einmal in der Nähe des Speckgürtels der Region wohnen: die Lehrter und Lehrterinnen.

Für Sehnde bewirbt sich Christina Lütkebohmert – Foto: Die PARTEI

Für Sehnde steht die einzige Kandidatin des Quartetts, Christina Lütkebohmert, in den Startlöchern. Die 22-jährige Jurastudentin engagiert sich erfolgreich in der Hochschulpolitik und strebt, wie alle ambitionierten Rechtsverdreherinnen, „nun nach mehr Macht. Die Stadt Sehnde kenne die 22-Jährige dank der dortigen Justizvollzugsanstalt bereits aus dem Studium. Besser geht’s nicht! So blickt sie voller Zuversicht auf die Wahl und ist sich sicher: ‚Ich kam, sah und Sehnde‘.“

Eines müssen die Kandidaten allerdings noch humorlos „erledigen“: Sie müssen die erforderliche Anzahl von Unterstützern beibringen, damit sie zur Wahl überhaupt zugelassen werden. Reine Absichtserklärungen reichen da nicht.

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