Die Agrarstrukturerhebung 2026 startet im Februar in Niedersachsen und Bremen

Die Landwirtschaft befindet sich in einem stetigen Wandel – beeinflusst durch gesellschaftliche Entwicklungen, politische Entscheidungen, technischen Fortschritt und den Klimawandel. Um fundierte politische Maßnahmen, etwa im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union (EU), treffen zu können, wird alle drei Jahre eine europaweite Agrarstrukturerhebung (ASE) durchgeführt.
Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, beginnt im Februar 2026 die nächste ASE. Nach der umfassenden Landwirtschaftszählung im Jahr 2020 und der ASE 2023 folgt nun erneut eine repräsentative Stichprobenerhebung: Rund 12.000 landwirtschaftliche Betriebe in Niedersachsen sowie etwa 150 Betriebe in Bremen werden angeschrieben und zur Teilnahme aufgefordert.
Die Befragung erfolgt überwiegend online und umfasst zentrale Themen wie:
- Rechtsform und Bodennutzung (inklusive Zwischenfruchtanbau)
- Eigentums- und Pachtverhältnisse
- Ökologischen Landbau und Tierbestände
- Angaben zu Arbeitskräften
- Bewässerung und Düngereinsatz
Zur Entlastung der Betriebe werden – soweit möglich – bereits vorhandene Verwaltungsdaten genutzt. Im Fragebogen kann unter anderem die Antragsnummer aus dem Integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystem (InVeKoS) angegeben werden. Ebenso werden Daten aus dem Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere herangezogen.
Alle erhobenen Daten werden sorgfältig geprüft, anonymisiert und zusammengefasst. Ein Rückschluss auf einzelne Betriebe oder Personen ist ausgeschlossen.
Erste Ergebnisse auf NUTS2-Ebene (vergleichbar mit den Statistischen Regionen in Niedersachsen) werden voraussichtlich ab Frühjahr 2027 veröffentlicht. Weitere Informationen – etwa zu den Erfassungsgrenzen – finden Sie auf der entsprechenden Themenseite der Webseite des Landesamtes für Statistik Niedersachsen .
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