Schlossarek: Die Region Hannover braucht das Ein-Euro-Ticket nicht

10. Januar 2018 @

Die CDU der Region Hannover spricht sich gegen die Einführung eines Ein-Euro-Tickets für den öffentlichen Nahverkehr in der Landeshauptstadt aus. „Die Region braucht das Ein-Euro-Ticket nicht. Unser Nahverkehr ist bereits jetzt einer der preisgünstigsten in Deutschland. Darüber hinaus subventioniert die Region Hannover mit Angeboten wie dem Jobticket, dem Sozialticket und der Jugendsparcard den Nahverkehr zusätzlich“, stellt der Fraktionsvorsitzende und Lehrter Abgeordnete Bernward Schlossarek fest.

Zonen zweigeteilter Preisgestaltung will Schlossarek nicht – Foto: JPH

Der öffentliche Nahverkehr in der Region Hannover ist demnach sehr gut aufgestellt. Etwa 400 Millionen kostet der Nahverkehr pro Jahr. Schon jetzt wird er zur Hälfte von Bund, Land und Region bezahlt. Die Beförderungszahlen sind seit Regionsgründung von 160 Millionen auf über 200 Millionen im Jahr gestiegen. „Der Nahverkehr ist preisgünstig für Bürgerinnen und Bürger, weil er schon stark subventioniert ist. Es ist nicht nachvollziehbar, warum dieses funktionierende und mehrfach ausgezeichnete System verändert werden soll“, so Schlossarek.

Bernward Schlossarek lehnt das Ein-Euro-Ticket ab – Foto: CDU

Desweiteren sei es völlig inakzeptabel, dass eine Zone des öffentlichen Nahverkehrs in der Region Hannover deutlich stärker gefördert werden soll als die anderen Zonen im Regionsgebiet. „Die CDU-Fraktion wird es nicht zulassen, dass in der Landeshauptstadt eine Sonderzone mit zusätzlichen Subventionen entsteht“, macht Schlossarek deutlich. Die auch unerklärlich wäre bei der parallel laufenden Feinstaubdebatte, die auch die Fahrzeuge der Pendler aus der Region betrifft, weil die dann auf einen „teureren“ Außen-Nahverkehr umsteigen müssten.

„Wer das ‚Ein-Euro-Ticket‘ fordert, kennt entweder das gute Preis-Leistungsverhältnis unseres öffentlichen Nahverkehrs nicht oder möchte sich einfach nur wichtigmachen“, meint der Fraktionsvorsitzende Schlossarek abschließend.

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