CDU/FDP-Gruppe will Sehndes Neubaugebiete mit innovativer Straßenbeleuchtung versehen

Einen Antrag zur Straßenbeleuchtung hat die Sehnder CDU/FDP-Gruppe jetzt für Neubaugebiete eingebracht. Damit soll sich der Stadtrat in einer nächst5en Sitzung befassen und anschließend die Stadt Sehnde eine Innovation installieren: Das mitlaufenden Licht.

Mitlaufendes Licht spart
Lampen sollen als „Lauflicht“ geschaltet werden – Foto: JPH

Dem Antrag zufolge soll die Verwaltung beauftragt werden, zu prüfen, ob zunächst in den neu entstehenden Wohngebieten und damit verbundenen Straßenneubauten mit dem Konzept des „mitlaufenden Lichtes“ ausgestatten werden können. Dieses Konzept beschreibt die Kopplung von LED-Straßenleuchten mit Bewegungsmeldern. Sie erfassen Bewegungen von Personen und dimmen zu verkehrsarmen Zeiten dann automatisch das Licht. Bei Annäherung von Fahrzeugen oder Personen schalten sie dann wieder auf volle Leistung.

Mit der nachhaltigen und ressourcenschonenden Umsetzung bei (Bau-)Projekte in Sehnde soll die Stadt weiter zukunftsfähig und umweltfreundlich gestaltet werden. Das Konzept des „mitlaufenden Lichts“ wird derzeit schon in den Orten Atteln und Ludwigsburg erfolgreich eingesetzt. Es trägt dort maßgeblich dazu bei, die Sicherheit für die Bürger auf den Straßen weiter zu gewährleisten und zugleich die Kosten zu reduzieren sowie CO2 zu sparen.Zudem wird die sogenannte Lichtverschmutzung bei Nacht für die Anlieger reduziert..

Naturschutz bedenken

Ganz ausgehen dürfen die Lichter jedoch nicht. Die Laternen leisten auch einen wichtigen Beitrag für die Ernährung von Fledermäuse, das Absenken reduziert die Auswirkungen von Dauerlicht auf Insekten und Tagesvögeln.

Natürlich muss neben den unbestreitbaren Vorteilen für die Umwelt auch die Wirtschaftlichkeit betrachtet werden:

  • Kosten der Installation (Vergleich gegenüber den bisherigen Installationsvarianten für die Kommune Sehnde) – aber auch entstehende Anliegerkosten
  • Betriebskosten
  • Wartungskosten
  • Energieeinsparungen
  • Fördermöglichkeiten
Fördermittel beschaffen

Bei der aktuellen Haushaltssituation der Stadt Sehnde müssen nicht nur Einsparungen im kurzfristigen Ausgabenbereich in Augenschein genommen werden, sondern auch langfristige Investitionen und deren Amortisation. „Wir gehen davon aus, dass ein intelligentes Lichtsystem, wie oben beschrieben, zu einer langfristigen Kosteneinsparung aufgrund des punktuellen statt dauerhaften Betriebs führt, wodurch sich Lebensdauer der LED-Leuchten verlängert und sich die Kosten langfristig verringern“, so der Gruppensprecher Klaus Hoffmann zum Antrag. Dabei müssen auch die Anliegerkosten in Betracht gezogen werden, zumal in vielen Straße erst die Umrüstung auf LED-Leuchten angefallen sind.

Wenn keine wirtschaftlichen, rechtlichen oder sicherheitstechnischen Bedenken bestehen, könnte ein erster Abschnitt für die Installation das Neubaugebiet Rethmar-West sein. Hier muss ohnehin die Straßenbeleuchtung aufgebaut werden, so Hoffman abschließend.

Anzeige
Werben Sie bei Sehnde-News