Die Sehnder Bürgermeister-kandidaten nehmen Stellung: „Wie wollen Sie den ÖPNV für Sehnde verbessern?“

23. Mai 2019 @

Kurz vor der Bürgermeisterwahl für die Stadt Sehnde haben wir beiden Kandidaten, Carl Jürgen Lehrke für die CDU und Olaf Kruse für die SPD, noch einmal um vier Statements zu Fragen gebeten, die die Leser aller Altersgruppen in Sehnde interessieren. Beide Kandidaten haben sich bereit erklärt, ihre Absicht noch einmal kurz darzustellen.

Die vier Themen, von denen jeden Tag eines erscheinen wird, werden unkommentiert und unverändert dargestellt und geben die Meinung und Absichten der beiden Kandidaten wider. Heute geht es um das Thema „Wie wolle Sie den ÖPNV für Sehnde verbessern?“.

Olaf Kruse (SPD):

Olaf Kruse nimmt Stellung – Foto: SPD

>> Der Ausbau des ÖPNV in der Region Hannover und auch in Sehnde ist – im Vergleich zu anderen Gegenden – insgesamt als gut zu bezeichnen. Dennoch besteht auch hier für einige Ortsteile Sehndes Verbesserungspotential. Das schließt eine Verbesserung der Taktung z. B. an die S-Bahn ebenso wie eine häufigere Busverbindung ein.

Ich werde mich für eine Verbesserung der Anbindung des ÖPNV aus den Sehnder Ortsteilen an den überörtlichen S-Bahnverkehr einsetzen.  Aber auch die Notwendigkeit eines Angebots von „Querverbindungen“ z. B. zwischen Höver und Ahlten sowie Ilten und Lehrte sind hierbei zu beachten.

Die Organisation des ÖPNV in der Region Hannover ist Angelegenheit der Region. Daher sind gewünschte Änderungen in Gesprächen mit dieser zu klären.
Mittelfristig werde ich mich dafür einsetzen, dass eine Erhöhung der Fahrpreise vermieden wird und diese langfristig nach und nach bis zum kostenlosen Angebot des ÖPNV reduziert werden. Wir brauchen eine weitere Vereinfachung des Tarifsystems sowie weitere Angebote wie die „Jugend-Netzkarte“ insbesondere auch für ArbeitnehmerInnen.<<

Carl Jürgen Lehrke (CDU):

Carl Jürgen Lehrke, nimmt Stellung -Stadtverband Sehnde

>> Wir haben grundsätzlich ein gutes ÖPNV-Angebot mit S-Bahn und verschiedenen Buslinien. Leider fehlt es häufig an einer attraktiven Vernetzung und Vertaktung. Der Übergang vom Bus auf die S-Bahn –und umgekehrt- muss zeitlich abgestimmt werden. Es wäre sinnvoll, wenn  auch weitere Bahnhöfe (zB  Ahlten und  Algermissen) über Buslinien erreichbar wären. Leider ist aber unser Einfluss bei diesem Thema gering. Die Region Hannover entscheidet hier als Verkehrsträger allein und wir werden im besten Fall gehört. Ich werde nicht müde werden, die Interessen der Sehnderinnen und Sehnder gegenüber der Region weiterhin geltend zu machen.

Im Stadtgebiet erneuern wir jährlich acht Bushaltestellen, lassen sie barrierefrei, nutzungsfreundlich  und mit Wartebereich gestalten. Dieses Programm führe ich selbstverständlich fort, bis alle Haltestellen diesen Ansprüchen genügen.

Natürlich kann auch der beste ÖPNV nicht alle Bedarfe abdecken. Um den Verzicht auf das eigene Auto attraktiver zu machen, bin ich gerade mit verschiedenen Institutionen und Unternehmen zum Thema Car-Sharing und E-Mobilität im Gespräch. Ein solches Angebot werde ich gern in Sehnde verfügbar machen.<<

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