Die Sehnder Bürgermeister-kandidaten nehmen Stellung: „Welche Maßnahmen zur Wirtschaftsförderung sollten ergriffen werden“

24. Mai 2019 @

Kurz vor der Bürgermeisterwahl für die Stadt Sehnde haben wir beiden Kandidaten, Carl Jürgen Lehrke für die CDU und Olaf Kruse für die SPD, noch einmal um vier Statements zu Fragen gebeten, die die Leser aller Altersgruppen in Sehnde interessieren. Beide Kandidaten haben sich bereit erklärt, ihre Absicht noch einmal kurz darzustellen.

Die vier Themen, von denen jeden Tag eines erscheinen wird, werden unkommentiert und unverändert dargestellt und geben die Meinung und Absichten der beiden Kandidaten wider. Heute geht es um das Thema „Welche Maßnahmen zur Wirtschaftsförderung sollte die Stadtverwaltung ergreifen?“.

Carl Jürgen Lehrke (CDU):

Carl Jürgen Lehrke, nimmt Stellung -Stadtverband Sehnde

>> Der Kontakt zu unseren Betrieben ist mir wichtig! Regelmäßige Unternehmensbesuche und das Unternehmensfrühstück sorgen für persönliche Kontakte, gute Netzwerke und schnelle Informationen.

Mit der Wirtschaftsförderung der Region Hannover stehen wir in enger Kooperation und sind so in der Lage, unseren Unternehmen in Fragen von Ansiedlung über Betriebsentwicklungen bis hin zur Suche nach Mitarbeitenden zur Seite zu stehen.

Gemeinsam mit den Institutionen pro Regio, pro Beruf und der ILEK bieten wir einen guten Kontakt und regen Austausch -bis hin zur Ausbildungsmesse und Jobbörse- zwischen der Kooperativen Gesamtschule und den Unternehmen, die auf der Suche nach Auszubildenden sind.

Kurze Wege, schnelle Ansprechbarkeit und zügige Reaktionen auf Anfragen sind unsere Stärke.

Wir halten Gewerbeflächen für Betriebe (fast) jeder Größe vor. Die Lage unserer Stadt macht uns als Gewerbestandort attraktiv – diesen Standortvorteil will ich weiter unterstützen, aber auch maßvoll entwickeln. Hier ist die Balance zwischen Ansiedlung und der Stadtentwicklung im Allgemeinen wichtig.<<

Olaf Kruse (SPD):

Olaf Kruse nimmt Stellung – Foto: SPD

>> Mir ist die Förderung einer vielfältigen Wirtschaftsstruktur mit wohnortnahen Arbeitsplätzen in Sehnde wichtig. Dies bedeutet kurze Wege, die eventuell mit dem Fahrrad und somit umweltschonend zurückgelegt werden können.

Sehnde verfügt über einen interessanten Mix an Unternehmen, von denen viele in den letzten Jahren an der allgemein guten wirtschaftlichen Entwicklung teilgenommen und neue Arbeitsplätze vor Ort geschaffen haben. Dennoch fahren mehr Pendler an Arbeitsplätze außerhalb Sehndes als „von außen“ zu ihren Arbeitsplätzen in Sehnde.

Wir müssen als Stadt für optimale Rahmenbedingungen sorgen: z. B. bezahlbarer Wohnraum, Betreuungsangebote für Kinder, gut ausgestattete Schulen, eine gute ÖPNV-Anbindung, einen moderaten Gewerbesteuersatz, Flächenangebote für die Ansiedlung neuer bzw. Erweiterung vorhandener Unternehmen, eine leistungsfähige Internetanbindung.

Zusammen mit den UnternehmerInnen in Sehnde ist zu klären, welche Punkte im Bereich der Infrastruktur aus deren Sicht zu verbessern sind. Hierzu bedarf es über das UnternehmerInnen-Frühstück hinausgehender und von der Stadtverwaltung zu organisierender Gespräche.

Zur Belebung der „Mittelstraße“ ist mit externer Unterstützung und den dort wirtschaftenden UnternehmerInnen zu klären, welche über die in den letzten Jahren getroffenen Maßnahmen hinaus dafür nachhaltig geeignet sind – und welche Mittel hierfür benötigt werden..<<

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