Hirschfeld – Unbekannter Bekannter: Ein Film von Stina Werenfels & Samir

Die kulturelle wie politische Bedeutung des 1902 in Lehrte geborenen Kurt Hirschfeld ist leider in Vergessenheit geraten. Als deutscher Jude und Kommunist verlor er 1933 seine Anstellung als Dramaturg in Darmstadt und musste vor den Nazis flüchten. Trotz erheblicher Schwierigkeiten als Emigrant in der Schweiz machte er als Dramaturg, später als Direktor, das Schauspielhaus Zürich zur führenden deutschsprachigen Bühne des Widerstands gegen den Faschismus. Er bot vielen verfolgten Theaterleuten wie beispielsweise Bertold Brecht und Therese Giehse die Möglichkeit zu arbeiten und damit der Verfolgung, eventuell Ermordung durch die Nationalsozialisten zu entgehen.
Nach dem 2. Weltkrieg inszenierte er Werke von Max Frisch, Friedrich Dürrenmatt und amerikanischen Autoren am Schauspielhaus Zürich, das er zu einem der modernsten Theater Europas entwickelte. Eine späte Ehrung wurde ihm in Deutschland durch die Verleihung des „Großen Niedersächsischen Kunstpreises“ 1963 zuteil. Doch nach seinem Tod 1964 geriet Kurt Hirschfeld zunehmend in Vergessenheit.
Dies möchte der von Stina Werenfels und Samir gedrehte Schweizer Dokumentarfilm „Hirschfeld – Unbekannter Bekannter“ ändern. Unter Mitwirkung von Ruth Hirschfeld, der Tochter von Kurt Hirschfeld, wird die Persönlichkeit und Haltung eines Menschen sichtbar, der trotz Flucht und Verfolgung, Stellung bezog und das Theater zu einem Ort gesellschaftlicher Verantwortung formte.
Der Film wird im Theatersaal der Stadt Lehrte am Sonntag, 28. Juni 2026, um 11 Uhr, gezeigt. Der ist 1985 ihm zu Ehren in Lehrte an der Burgdorfer Straße 16 in „Kurt-Hirschfeld-Forum“ umbenannt worden. Dort erfolgt nun die Vorführung ist eine öffentliche Filmpremiere, zu der alle Interessierten eingeladen sind. Der Eintritt ist kostenfrei.
Die Regie führte Stina Werenfels und Samir. Der Dokumentarfilm dauert 90 Minuten und wurde in der Schweiz 2026 erstellt und erscheint im Verleih „Dschoint Ventschr Distribution“.
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