Gedenkstätte Ahlem: Veranstaltungen im April

Gedenkstätte Ahlem: Veranstaltungen im April
Das Duo Mandos-Kaatz bietet Jiddische Lieder über Vertreibung, Flucht und Fremdsein - Foto: Region Hannover

Der neue Veranstaltungskalender der Gedenkstätte in Ahlem liegt nun vor. Dort sind im April zwei Angebote geplant.

Mandos & Kaatz: Emigratsie

Das Duo bietet Jiddische Lieder über Vertreibung, Flucht und Fremdsein am Sonntag, 16. April 2023,  um 15 Uhr, in der Gedenkstätte Ahlem an der Heisterbergallee 10 in Hannover.

Das Duo Mandos Kaatz verbindet die Liebe zur Jiddischen Musik – vor allem zu Liedern und Balladen aus Osteuropa. Dabei haben die beiden viel über die Geschichte dahinter herausgefunden: Zwischen 1880 und 1914 emigrierten etwa zwei Millionen Juden aus Osteuropa über Hamburg und Bremerhaven in die USA. Sie flohen vor Pogromen und Armut aus dem Zarenreich und träumten vom „Goldenen Land“ Amerika. Inge Mandos und Klemens Kaatz bringen dem Publikum die Situation Vertriebener, geprägt von Sehnsucht, Hoffnung und Überlebensmut, aber auch von Trauer und Verzweiflung, nahe. Inge Mandos führt durch das Programm, singt und übersetzt die Lieder mit ihrer warmen und facettenreichen Stimme. Klemens Kaatz, erfahrener Arrangeur und Interpret, begleitet sie auf dem Klavier und am Akkordeon.

Verqueres Denken: Reichsbewegte und Querdenkende

In einem Vortrag von Andreas Speit geht es um den Hintergrund der Bewegungen am Donnerstag, 20. April 2023, um 19 Uhr, im Haus der Region an der Hildesheimer Straße 18 in Hannover. Sie planten, den Bundestag zu stürmen, Abgeordnete festzusetzen und Stromausfälle zu verursachen, wollten den Staatsstreich: Das Netzwerk um „Heinrich XIII. Prinz Reuß“ vereinte Reichsbewegte und „Querdenker“. In den vergangenen Monaten haben sie sich radikalisiert.

Die Querdenker geben vor, für Freiheit- und Grundrechte auf die Straße zu gehen. Die Reichsbewegten wollen einen eigenen Staat etablieren. Die Bundesrepublik sehen sie als ein Konstrukt der Fremdherrschaft. Das Grundgesetz habe keine Gültigkeit, sagen sie. In seinem Vortrag hinterfragt Andreas Speit die Weltbilder einer alternativen Szene, die sich emanzipatorisch gebärdet, aber rechtes Gedankengut verbreitet – nicht ohne auch die Differenzen zu betonen.

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