Krankenhaus Burgwedel kommt – Lehrte wieder ein Wackelkandidat?

30. November 2018 @

Bis vor wenigen Tagen haben sich die Regionsparteien bis hin zum Regionspräsidenten, der schon deutlich zurückhaltender, für den Erhalt des Krankenhauses Lehrte ausgesprochen. Zudem sollte die Geriatrie aus Langenhagen dahin verlegt werden. Nun aber, so der Regionspräsident, werde sie gleich nach Großburgwedel in den Neubau wandern – wolle man beim Land und den Krankenkassen wohl so. Klar ist der Neubau eine gute Sache, aber auch Lehrte sollte ja bleiben.

Das Krankenhaus Lehrte soll langsam sterben, vermutet Redakteur Peter Hellerling – Foto: Red

Bernward Schlossarek, Vorsitzender der CDU-Fraktion Region Hannover, bleibt derzeit bei seinem Standpunkt zur Klinik in Lehrte: „Bedauerlich ist, dass der Standort in Lehrte weiter in der Luft hängt. Der Umgang des Sozialministeriums mit den Beschlüssen der Regionsversammlung gleicht einem Diktat. Die demokratisch gewählten Vertreterinnen und Vertreter haben klar festgelegt, wie man sich die Zukunft der beiden Häuser vorstellt. Für Burgwedel kommt nur ein Neubau in Frage und für Lehrte bedarf es einer Profilierung, damit dieser Standort zukunftsfest gemacht wird. Wenn nun das Ministerium keine Aussagen zu Lehrte treffen möchte oder die Spezialisierung auf die Geriatrie untersagt, dann ist dies ein Skandal. Wir werden jetzt mit unserem Koalitionspartner überlegen, wie eine Profilierung und damit eine Stärkung für das Lehrter Krankenhaus aussehen könnte.“

Das hört sich gut und kämpferisch an, und ich drücke der Regionskoalition dafür die Daumen. Doch die Entwicklung deutet klar auf ein „Sterben in Raten“ für die Lehrter Klinik hin. Jetzt ohne Spezialisierung erhalten, dann später die Rentabilität prüfen und die Unwirtschaftlichkeit feststellen. Bis dahin steht der Neubau in Großburgwedel, und man kann das Krankenhaus Lehrte durch die Hintertür wegen neuer, selbst geschaffener „Fakten“ schließen.  Dann haben auch viele Wähler  die Versprechungen aus den zurückliegenden Jahren endgültig vergessen. Die Strategie scheint erkennbar – jetzt liegt es an der Regions- und Lokalpolitik, die Wünsche und Forderungen der Bürger hier durchzusetzen.

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