Strom- und Gaspreise: Steigende Kosten der EVS bedingen eine Anpassung

30. November 2018 @

Die Energiepreise des Sehnder Anbieters Energieversorgung Sehnde (EVS) konnten durch vorausschauende Einkäufe über einen längeren Zeitraum stabil gehalten oder zeitweise sogar gesenkt werden. Doch nun steigen die Preise an den Börsen für Energie wieder, ohne dass seitens des Staates eine Entlastung bei den hohen Abgaben erfolgt – vielmehr wurden diese auch erhöht. Damit ist nun auch die EVS gezwungen, ihre Preise an 1. Januar 2019 dem Markt anzupassen.

Die EVS muss die Preise aufgrund der Marktlage erhöhen – Logo: EVS

Strompreise

Die EVS konnte über mehrere Jahre ihre Strompreise trotz steigender Steuern und Abgaben stabil halten – auch aufgrund der bis vor einigen Jahren niedrigen Kosten für den Einkauf von Strom, bei dem sich die EVS größere Mengen gesichert hatte. Doch seit etwas mehr als zwei Jahren steigen die Preise für Strom am Großhandelsmarkt wieder deutlich an, während es bei dem Kostenblock „Steuern und Abgaben“ kaum Entlastungseffekte gibt. Die staatliche Steuer- und Abgabenbelastung bleibt nahezu unverändert hoch. Es findet lediglich eine Verschiebung statt.

Die Gebühren für die Stromnetz-Nutzung sinken leicht. Der von den Strom-Unternehmen selbst beeinflussbare Anteil des Strompreises, also der Kostenblock Stromeinkauf, Vertrieb und Service, der privaten Haushalte beträgt gerade einmal ein Viertel (siehe Grafik).

Einem steigenden Bestandteil des Strompreises stehen damit zwei Preisbestandteile gegenüber, die den Anstieg der Großhandelspreise jedoch nicht kompensieren können. Unterm Strich haben diese Faktoren dazu geführt, dass wir unsere Kalkulation überarbeiten und die Preise zum 1. Januar anpassen müssen“, so der EVS-Geschäftsführer Fran Jankowski-Zumbrink. Aus diesem Grund muss nun auch die EVS die allgemeinen Strompreise der Grundversorgung und weiterer Produkte zum 01.01.2019 um durchschnittlich 0,71 Cent pro Kilowattstunde (brutto) anheben. Damit erhöhen sich die jährlichen Stromkosten für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 3500 Kilowattstunden um 25 Euro (brutto); dies entspricht einer Steigerung von 2,3 Prozent.

Nur 25 Prozent sind tatsächlicher STrompreis, der Rest sind Steurn und Umlagen – Grafik: EVS

Gaspreise

Die Gasversorgung in Deutschland ist nach wie vor vielen Veränderungen unterworfen. Nach Jahren kontinuierlicher Gaspreissenkungen bei der EVS sind nun auch im Gasmarkt steigende Preise am Großhandelsmarkt spürbar und auch die Gebühren für die Gasnetz-Nutzung steigen im Jahr 2019 an.

Anders als beim Strompreis steigen beim Gaspreis zwei Bestandteile, die eine Überarbeitung der Kalkulation notwendig machen. Zum 01.01.2019 muss auch die EVS die allgemeinen Gaspreise der Grundversorgung und weiterer Produkte um durchschnittlich 0,36 Cent pro Kilowattstunde (brutto) anheben. Damit erhöhen sich die jährlichen Gaskosten für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem jährlichen Gas-Verbrauch von 18 000 Kilowattstunden um 64,26 Euro (brutto), dies entspricht einer Steigerung von 5,4 Prozent.

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