Zwölf Feldhamster ausgewildert

SuedLink unterstützt erfolgreichen Artenschutz mit starken Partnerschaften in Niedersachsen, denn einst waren die Feldhamster weit verbreitet, heute sind sie vom Aussterben bedroht. In der Calenberger Börde wurden jetzt zwölf im Erlebnis-Zoo Hannover nachgezüchtete Feldhamster auf einer eigens vorbereiteten Fläche ausgewildert, um die letzten Populationen in der Region nachhaltig zu stabilisieren und zu stärken.
Die Artenschutz-Aktion ist Teil eines gemeinsamen Projekts im Rahmen des Netzausbauprojektes SuedLink, initiiert von den Übertragungsnetzbetreibern TenneT Germany und TransnetBW in Kooperation mit dem Erlebnis-Zoo Hannover und der AG Feldhamsterschutz Niedersachsen. Im Vorfeld der Bauarbeiten für Suedlink wurden dort lebende Feldhamster gesichert und im Erlebnis-Zoo in einer speziell eingerichteten Station nachgezüchtet. Zwölf der 2025 geborenen Jungtiere haben nun ihre neuen Bauten in der Calenberger Börde bezogen.
„Mit der Zucht der Feldhamster engagiert sich der Erlebnis-Zoo für eine heimische Art, deren Lebensräume in der Kulturlandschaft stark zurückgegangen sind“, erklärt Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff. „Entscheidend ist das Zusammenspiel vieler Akteure: Nur gemeinsam können wir geeignete Lebensräume erhalten, neu schaffen und die Population langfristig stabilisieren.“
Naturschutz und Energiewende gehen
Die Übertragungsnetzbetreiber TenneT Germany und TransnetBW fördern im Rahmen des Netzausbauprojektes SuedLink – einer zentralen Nord-Süd-Verbindung für die Energiewende – gezielt Maßnahmen zum Erhalt und zur Wiederansiedelung des Feldhamsters in den betroffenen Regionen. In der Calenberger Börde haben sie gemeinsam mit der AG Feldhamsterschutz Niedersachsen und mehreren Landwirten eine hamsterfreundliche Projektfläche eingerichtet: Auf den Feldern bleiben Schutzstreifen als Rückzugsmöglichkeiten, bei der Getreideernte werden die Halme bewusst lang gelassen, zusätzlich werden dort spezielle Futterpflanzen für die Feldhamster angebaut. Ein Elektrozaun schützt die Wiederansiedlungsfläche vor den Fressfeinden der Hamster.
„Die heutige Auswilderung der zwölf Feldhamster zeigt, dass Netzausbau und Artenschutz gemeinsam gelingen können“, erklärt Gunnar Spengel, Programm-Direktor SuedLink. „Für uns ist das Projekt ein Beispiel dafür, wie SuedLink verantwortungsvoll umgesetzt wird – indem wir wichtige Infrastruktur für die Energiewende schaffen und gleichzeitig konkrete Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt umsetzen.“
Und Alexandra Schwerdorf, Gesamtprojektleiterin SuedLink von TransnetBW ergänzt: „Mit diesem Projekt gehen wir bewusst einen Schritt weiter als das gesetzlich Geforderte. Indem wir bedrohte Arten wie den Feldhamster gezielt unterstützen und ihre Population langfristig stärken, schaffen wir echten ökologischen Mehrwert und tragen gleichzeitig dazu bei, die Akzeptanz für ein so zentrales Infrastrukturprojekt wie SuedLink weiter zu erhöhen.“
„Einzug“ in fertige Bauten
Die ersten zwölf Feldhamster aus dem Erlebnis-Zoo haben die vorgegrabenen Bauten und das Futter auf dem Feld sofort angenommen. Auch für die zukünftige Verstärkung der Population in der Calenberger Börde stehen die Zeichen gut. Im Erlebnis-Zoo Hannover ist die Zucht der nächsten Generation bereits erfolgsversprechend angelaufen.
„Die heutige Auswilderung der Feldhamster ist ein Highlight für mich“, sagte Nina Lipecki von der AG Feldhamsterschutz Niedersachsen, „denn man sieht den Erfolg aus der Planung und Vorbereitung in diesem einzigartigen Kooperationsprojekt ganz konkret vor Augen. Die nächsten Wochen werden wir in Zusammenarbeit mit der Universität Hildesheim die Hamster eng betreuen, damit der Schritt in die Wildnis gut gelingt.“
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