Sommerfest 2022 in der JVA Sehnde

Sommerfest 2022 in der JVA Sehnde
Die Zollhausboys spielten in der JVA für 90 Minuten - Foto: JPH

Das insgesamt vierte Sommerfest hatten die Bediensteten, der evangelische Seelsorger Matthias Brockes und der Beirat der JVA organisiert. Nach der Corona-Pandemie war es das erste seit rund vier Jahren, das wieder im Sportplatzbereich der Anlage stattfand. Erneut konnten sich die aktuell rund 480 Gefangenen für eine Teilnahme bewerben – 200 taten es und 140 von ihnen hatten die Chance durch ihr soziales Verhalten bekommen und durften mitfeiern.

„Unser Schwerpunkt dieses Jahr ist die Musik“, so Karsten Rehse, Pressesprecher und Oberlehrer in der JVA. „Aber auch eine sportliche Betätigung in Form eines zehn Kilometer Laufes wurde angeboten.“ Das Fest startete dann um 12.30 Uhr und wurde bis gegen 16 Uhr gefeiert. Gegen 13 Uhr gab zunächst der Kirchenchor der Anstalt eine Probe seines Könnens auf der Bühne. Dieser Chor probt in wechselnden Gruppen von zehn bis zwölf Personen unter Leitung des Anstaltsseelsorgers einmal wöchentlich und tritt bei den Gottesdiensten auf. Dann wurde der Gefangenenchor abgelöst vom Haupt-Act, den Profis der „Zollhausboys“, einer Formation aus Riede, die für die Veranstaltung von der Seelsorge gebucht worden war. Das Repertoire der Band besteht aus selbstgeschriebenen Texten und wurde an diesem Nachmittag für rund 90 Minuten präsentiert. Die Festbühne dazu steuerten die Anstalt und der Förderverein finanziell bei.

„Die Planungen haben Anfang Mai begonnen“, so Rehse, „vor rund vier Wochen konnten sich dann die Gefangenen um die Teilnahme bewerben und nachdem die Auswahl getroffen war, zahlten sie zehn Euro für den Verzehr auf ein Sperrkonto ein.“ Für diese zehn zuvor erarbeiteten Euro erhielten alle Teilnehmer dann eine Wertmarkenkarte mit 20 Marken zu je 50 Cent. Die konnten dann für Grillangebot, Getränke und Eis genutzt werden. „Das Fest ist eine gute Abwechslung. Die Preise sind ganz ok. Mit dem Wetter hatten wir Glück und das Fest ist gut“, so die Gefangenen und einer ergänzt: „Ich hätte besser 20 Euro eingezahlt.“ Und das Fest ist natürlich eine Besonderheit: Es ist sowohl für die Gefangenen als auch für die Bediensteten und genehmigte Besucher. Bei entspannter Fröhlichkeit und einem für die Gefangenen und Bediensteten zusätzlichen Angebot für die Versorgung und die Ohren wurde dieses erste Sommerfest seit Corona erneut ein gutes Erlebnis für alle.

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