Nächtliche Pause für Mähroboter schützt Igel und Co.

Nächtliche Pause für Mähroboter schützt Igel und Co.
Igel sind durch Mähroboter sehr gefährdet und darauf sollte man Rücksicht nehmen - Foto: Region Hannover/Claus Kirsch
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Sie sind leise, einfach in der Handhabung und sparen Zeit: Mähroboter sind als praktische Alltagshelfer für viele Gartenbesitzer nicht mehr wegzudenken. Gleichzeitig kann der Betrieb in der Nacht zur tödlichen Gefahr für Igel und andere Kleintiere werden. Den Beginn der Mähsaison nimmt die Region Hannover als Untere Naturschutzbehörde zum Anlass, um auf das Problem aufmerksam zu machen.

Warum stellen Mähroboter für Igel eine besondere Gefahr dar?

Mähroboter gefährden eine Vielzahl nachtaktiver Kleintiere – etwa Eidechsen, Kröten und Lurche. Der europäische Igel ist ebenfalls nachts auf Futtersuche und durch sein typisches Abwehrverhalten besonders anfällig: Er rollt sich ein, anstatt zu fliehen. Eine gute Strategie zur Abwehr von Fressfeinden, aber nicht gegen die Klingen von Mährobotern: Studien zeigen, dass viele Geräte Kleintiere nicht zuverlässig erkennen. Zusammenstöße können zu schweren Schnittverletzungen, amputierten Gliedmaßen bis hin zum Tod der streng geschützten Tiere führen.

Was können Gartenbesitzer tun?

Mähroboter sind nicht grundsätzlich problematisch. Gartenbesitzer können Igel einfach und wirksam schützen, indem sie Mähroboter nur tagsüber, vor Einbruch der Dämmerung fahren lassen. Umweltdezernent Jens Palandt erklärt: „Artenschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Wir setzen darauf, dass viele Menschen in der Region ihre Nutzung anpassen, bevor ein Tier zu Schaden kommt.“

Gerade bei strukturreichen Gärten kann zudem eine kurze Kontrolle der betroffenen Flächen sicherstellen, dass sich dort keine Tiere aufhalten. Beim Kauf eines neuen Mähroboters lohnt es sich, darauf zu achten, wie die Geräte bei Tests in Hinblick auf den Tierschutz abgeschnitten haben: Einige Mähroboter gelten inzwischen als nahezu igelsicher. Wer noch mehr für Igel und Co. tun möchte, kann zum Beispiel mit Laub- und Reisighaufen Rückzugsorte im eigenen Garten schaffen – und diese als No-Go-Areas für den Mähroboter definieren.

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