Meisterhafte Kaninchenzucht in Sehnde: Dagmar Stöter setzt neue Maßstäbe

Der Rassekaninchenzuchtverein F120 Sehnde blickte bei der Jahreshauptversammlung Anfang Februar auf das vergangene Jahr zurück und freut sich über ein außergewöhnlich erfolgreiches Zuchtjahr seiner langjährigen Züchterin Dagmar Stöter aus Hohenhameln, die erneut bundesweit Maßstäbe gesetzt hat.
Mit beeindruckenden Ergebnissen auf großen Schauen unterstreicht sie seit Jahren ihre herausragende Stellung in der deutschen Rassekaninchenzucht bei den Rassen Zwergwidder rot und Farbenzwerge Weißgrannen Havanna.
Bereits im Herbst des vergangenen Jahres konnte Stöter bei den Clubvergleichsschauen, bei denen nur Tiere ähnlicher Rassen ausgestellt werden, punkten. Bei der Widderclub-Vergleichsschau in Schönbach wurde sie mit 385 Punkten Rassemeister, bei der Clubvergleichsschau der Farbenzwerge stellte sie mit 384,5 Punkten ebenfalls die besten Tiere.
Erfolg bei der Bundesschau
Der Höhepunkt eines jeden Kaninchenzüchters ist aber die Bundesschau alle zwei Jahre im Dezember, die im Jahr 2025 in Karlsruhe stattfand. Hier konnte sich Stöter bei starker Konkurrenz gegen 18 weitere Zuchtgruppen durchsetzen und stellte mit einer Zuchtgruppe I, bestehend aus einem Elterntier und drei Nachkommen aus dem Jahr, die beste Sammlung: Mit hervorragenden 386,5 Punkten konnte sie den Titel der Deutschen Meisterin mit nach Hause nehmen und stellte ebenfalls den besten Rammler der Schau (97,5 Punkte).
„Dieses Jahr hat einfach alles gepasst“, sagte Stöter zufrieden und sichtlich stolz, als sie zwei ihrer roten Zwergwidder für das Foto platziert. Aber ausruhen will sie sich auf ihren Titeln nicht. Auf Nachfrage erklärt sie: „Besonders an der Farbgebung der Tiere möchte ich weiterhin züchterisch arbeiten. Ich möchte ein noch tieferes rassetypischeres Rot erreichen und eine Blumenunterseite, die klar cremefarben ist.“
Verein ist stolz
Der Vorsitz des Vereins zeigt sich stolz über die Leistungen: „Dagmar Stöter ist ein Aushängeschild des Vereins. Wir freuen uns, dass sie den Weg zu uns vor ein paar Jahren gefunden hat und mit ihren beiden besonderen Rassen bundesweit Maßstäbe setzt.“
Auf der Jahreshauptversammlung des Rassekaninchenzuchtvereins F120 wurde jedoch nicht nur gefeiert. Der Blick auf die Mitgliederentwicklung zeigt eine deutliche Aufgabe: Der Verein zählt aktuell nur noch sechs aktive Züchter – Tendenz fallend. Damit folgt der F120 einem bundesweiten Trend, der sich in nahezu allen Landesverbänden abzeichnet.
Die Gründe sind vielfältig: steigende Kosten der Haltung, fehlender Nachwuchs, veränderte Freizeitgewohnheiten und ein allgemein rückläufiges Interesse an der Kleintierzucht. Der Vorstand betonte, wie wichtig es sei, neue Mitglieder zu gewinnen und die Faszination der Rassekaninchenzucht stärker nach außen zu tragen. Gleichzeitig würdigte man das Engagement der verbliebenen Aktiven, die mit großem Einsatz dafür sorgen, dass die Zuchtarbeit im Verein weiterhin auf hohem Niveau bleibt.
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