Lego-Technic-Familienausstellung: Vom „Strandflitzer“ bis zum „Space Shuttle“

Lego-Technic-Familienausstellung: Vom „Strandflitzer“ bis zum „Space Shuttle“

Der VVV, der Förderverein Stadtmuseum und die Stadt Burgdorf zeigen vom Sonntag, 30. Januar, bis zum Sonntag, 27. März,  die Familienausstellung „LEGO Technic aus LEGO-Bausteinen —  Stein auf Stein aus der Sammlung Lange“.  Sie ist in der KulturWerkStadt Burgdorf in der Poststraße 2 zu sehen.  Fördernde Unterstützung leisten die Stadtsparkasse Burgdorf und die Region Hannover.  Für die Schau gelten folgende Öffnungszeiten: sonntags von 14 bis 17 Uhr. Am Sonntag, 27. Februar, laden die Gastgeber für 15 Uhr zu einer Führung mit Christian Lange vom Team Lange ein.  Dafür ist eine Anmeldung bei Bleich Drucken und Stempeln in der Braunschweiger Straße 2 unter der Telefonnummer 05136/18 62 erforderlich. Im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags am 13. März öffnet die KulturWerkStadt von 12 bis 18 Uhr. Beim Besuch der Ausstellung gelten die 2-Gplus-Regeln.   

Technik wie in Wirklichkeit

In der Ausstellung lädt das Team Lange aus Andrea, Tanja, Johannes und Christian Lange  zu einem Streifzug durch die LEGO Technic-Welten ein, die 1977 erstmals mit eigenständigen Konstruktionsbaukästen auf den Markt kamen. Der Slogan hieß damals: „Die Herausforderung für Profis ab 9 — Technic wie in Wirklichkeit.“  Lochbalken und Lochplatten, Verbindungsstöpsel und Achsen, Zahnräder und Gelenke sowie Motoren ermöglichten den detailgetreu ihren realen Vorbildern nachempfundenen Bau von Fahrzeugen und technischen Funktionsmodellen.  Neue technische Lösungen sind über die Jahre dazugekommen — beispielsweise die Pneumatik und motorbetriebene Linearaktuatoren, mit denen sich Hydrauliken nachahmen lassen.  Die umfangreiche Ausstellungspalette in der KulturWerkStadt umfasst beispielsweise Helikopter, Rennwagen, Autos mit besonderer Funktion – Strandflitzer – Motorräder, Bagger, Kräne, Traktoren, Mähdrescher; auch ein Space Shuttle und ein sogenannter „Flughafenlöschgigant“ sind dabei.

Siegeszug der LEGO-Figuren

Ob auf Endor oder Tatooine – Lego ist überall – Foto: Christian Lange

Seit vielen Jahrzehnten inspirieren die bunten LEGO-Kunststoffsteine mit den charakteristischen Noppen Kinder und Erwachsene zum Bau von Eisenbahnen, Autos und Tankstellen, Raketen, Raumschiffen und Häusern. Der Gründer des heutigen Unternehmens in Billund/Dänemark, Ole Kirk Christiansen, hatte im Jahr 1916 eine Schreinerei im Süden Dänemarks gegründet und ab dem Jahr 1932 zudem Holzspielzeug hergestellt. 1934 erhielt das Spielzeug den dänischen Namen „LEGO“ als Abkürzung für „leg godt“ (auf deutsch: „spiel gut“). 1949 produzierte das Unternehmen bereits  rund 200 unterschiedliche Kunststoff- und Holzspielzeuge. Seit 1958 weisen die farbigen Steine auf ihrer Unterseite die charakteristischen Röhrchen auf, wofür das Unternehmen am 28. Januar 1958 ein Patent anmelden ließ. Wenige Wochen später starb der Firmengründer.  

Komplette Umstellung auf Kunststoff

Sein Sohn Gotfred übernahm die Leitung des Unternehmens und führte es bis zu seinem Tod im Jahr 1995. Im Jahr 1960 fand die komplette Umstellung der Fertigung von Holz- auf Kunststoffspielzeug statt.  Das bis heute charakteristische Kupplungssystem der LEGO-Steine erlaubte die Errichtung stabiler Bauwerke und unzählige Kombinationsmöglichkeiten.  Anfangs war der Grundstock des neuen Baukastensystems auf Haus- und Straßenbau ausgerichtet. Doch schon 1962 sorgte die Erfindung des LEGO-Rades für die Erweiterung der Themengebiete. 1966 gab es den ersten Motor und seit 1974 erste Figurenteile. Ab 1978 bevölkerten die beweglichen Minifiguren die LEGO-Welt. Heute werden auf der Welt zirka 2700 unterschiedliche Lego-Steine und -Elemente gezählt. Seit der Patentierung im Jahr 1958 sind mehr als 400 Milliarden Legosteine auf den Markt gekommen. Das Unternehmen LEGO befindet sich weiter in Familienbesitz.  

Eine einzigartige Privatsammlung Der Ursprung der LEGO-Sammlung von Christian Lange liegt im Jahr 1970. Als Siebenjähriger entdeckte der Diplom-Architekt seine bis heute andauernde Sammelleidenschaft für die Bausteine. Durch den kontinuierlichen Ausbau entstand eine einzigartige, mehr als 1200 Exponate umfassende Privatsammlung, die in Deutschland Ihresgleichen sucht. In Burgdorf fanden seine LEGO-Ausstellungen im Jahr 2014 und 2020 bereits großen Anklang und riefen bei vielen Besuchern den Wunsch nach einer Fortsetzung hervor.

(Bild oben: Auch im Weltraum zuhause: Lego Star Wars – Foto: Christian Lange)

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