Ortsrat Wassel spricht mit Kindern und Jugendlichen

Ortsrat Wassel spricht mit Kindern und Jugendlichen
Eine gute Beteiligung am Treffen, gute Ergebnisse, und ganz oben auf der Liste der mangelhafte ÖPNV – Foto: G. Zimmermann

Zahlreiche Anregungen für Aktivitäten und Kritik am schlechten ÖPNV-Angebot gab es beim Gespräch des Ortsrates in Wassel mit den Jugendlichen im Sehnder Ortsteil.

Wo drückt Kindern und Jugendlichen der Schuh, was fehlt ihnen vor Ort, welche Angebote oder Aktivitäten wünschen sie sich? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Gespräches, zu dem die Fraktionen von CDU und SPD im Ortsrat Wassel gemeinsam die Kinder und Jugendlichen von sechs bis 17 Jahren am Sonntag, 13.11.2022, eingeladen hatten. Dass die Möglichkeiten angesichts der sehr knappen finanziellen Mittel begrenzt sind, war allen klar, -trotzdem sollte es keine Denkverbote geben.

Gut vorbereitet

Schon im Vorfeld haben sich die Kinder und Jugendlichen gründlich Gedanken gemacht. Zu ihren Anregungen und Wünschen gehörten die Öffnung des Sportplatzes auch für die Freizeitgestaltung, jährlich ein Aktionstag mit Sport und Geselligkeit, ein Bodentrampolin oder eine Nestschaukel. Es gab aber auch deutliche Kritik, so am Müll im Wald. Das soll künftig bei den Putzaktionen im Frühjahr regelmäßig mit erledigt werden, wurde vor Ort vereinbart.

ÖPNV unbefriedigend – trotz Sprinti

Massiv beschwert haben sich die Jugendlichen über das fehlende, vernünftige ÖPNV-Angebot. Bei ihren Freunden heißt es immer: „Wassel, ach das ist doch der Ort ohne Bus.“ Es gibt nur eine direkte Verbindung von Sehnde über Wassel nach Ahlten, und der Bus kurvt vorher mit acht Haltestellen durch ganz Ilten. Da wird dann aus einer Fahrt nach Hannover schnell eine Halbtagstour. Der Sprinti ist leider für die Jugendlichen auch keine Alternative mehr, zu unzuverlässig, wenn es um Anschlussverbindungen geht, zu lange Vorbestellfristen.

Mit dieser Bewertung sind sie übrigens nicht allein. Bereits bei einem Treffen vor der Landtagswahl hatten zahlreiche ältere Bürger genau dies bemängelt. Hier reichen offensichtlich die Fahrzeuge angesichts ausgeweiteter Bedienung längst nicht mehr, um für Wassel eine attraktive Alternative zu bieten. Deshalb wird in Wassel zwangsläufig wieder verstärkt das Elterntaxi oder das eigene Auto genutzt. Was nützt ein 49-Euro-Ticket, wenn kein ÖPNV fährt?

Das Treffen zwischen Ortsrat und Jugend soll kein Einzelfall bleiben. Zweimal jährlich will man sich nun zusammensetzen, Ergebnisse besprechen und neue Anregungen sammeln.

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