Erweiterung auf 130 Sprinti – und es wird elektrischer

Erweiterung auf 130 Sprinti – und es wird elektrischer
Der Zuwachs an E-Bussen kommt auch mit 20 Exemplaren aus Hannover-Stöcken - Foto: üstra/Florian Arp
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Sprinti fährt nicht nur durch die Region – nun kommt er teilweise sogar von dort. Denn ab April rollen 20 vollelektrische ID.Buzz – gebaut im VW-Werk Stöcken – als Teil der sprinti-Flotte durch Sprinti-Kommunen. Zusammen mit 40 neuen VW eCaravellen und durch den Tausch älterer Fahrzeuge steigt die Elektro-Quote auf 46 Prozent – 60 von 130 Fahrzeugen fahren ohne Schadstoffausstoß.

Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz lobt Sprinti: „Sprinti reitet weiterhin auf einer Erfolgswelle. Bald fünf Jahre nach der Test-Einführung nutzen mehr Menschen denn je das Angebot – im März zuletzt mit mehr als 150.000 Menschen ein neuer Spitzenwert. Dass wir mit elektrischen Kult-Bullis nun auch noch Fahrzeuge mit richtig Stallgeruch bei uns in der Flotte haben, freut mich umso mehr. Die Elektrifizierung der sprinti-Flotte ist ein wichtiger Baustein für unseren Verkehrsentwicklungsplan 2035, da hilft uns jedes Fahrzeug, das emissionsfrei unterwegs ist.“

Zuwachs aus Hannover

Stefan Mecha, Vorstandsvorsitzender von Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover, ist über die Entscheidung erfreut: „Als Teil eines vernetzten Mobilitätsangebots zeigt Sprinti, wie nachhaltige und moderne Mobilität in der Region konkret funktioniert. Umso mehr freut es mich, dass nun 60 neue vollelektrische Fahrzeuge von Volkswagen Nutzfahrzeuge Teil dieser wachsenden Flotte werden – ein starkes Zeichen für die Region.“

„Sprinti ist ein Gemeinschaftserfolg, der zeigt, was starke Partner zusammen erreichen können. Die inzwischen rund vier Millionen Fahrten sind ein klarer Beleg dafür, wie fest das Angebot im Alltag der Menschen verankert ist“, bewertet üstra-Vorstand Elke van Zadel das Projekt. „Mit der weiteren Elektrifizierung der Flotte gehen wir nun den nächsten konsequenten Schritt: Wir verbinden flexible On-Demand-Mobilität mit emissionsfreien Antrieben und zeigen, dass beides auch unter realen Einsatzbedingungen im ländlichen Raum verlässlich funktioniert.“ Und Nils Köster, Deutschland-Geschäftsführer bei Via, das im Auftrag der üstra den Sprinti betreibt, fügt hinzu: „Die Herausforderungen für E-Mobilität im ländlichen Raum sind groß: Hohe Laufleistungen und notwendige Ladestopps stehen dem Ziel maximaler Verfügbarkeit für Fahrgäste gegenüber. Diese Herausforderung lösen wir durch intelligente Betriebssoftware, die Schichten und Reichweiten präzise steuert.“

Das On-Demand-System Sprinti

Seit dem 1. Juni 2021 ergänzt Sprinti als flexibler On-Demand-Verkehr den ÖPNV in der Region Hannover – und ist heute in zwölf Kommunen unterwegs. Damit ist die gesamte GVH-Tarifzone C abgedeckt. Das Prinzip: Es gibt keine feste Haltestelle, keine Fahrpläne und keine langen Wartezeiten – alles wird per App gebucht. Nach Buchung kommt ein Kleinbus direkt zu einer virtuellen Haltestelle, die sich maximal 150 Meter vom gewünschten Abholort entfernt befindet. Voraussetzung ist lediglich ein gültiges Ticket.

Sprinti fährt ausschließlich auf Buchung und ist dort im Einsatz, wo der klassische ÖPNV im ländlichen Raum kein adäquates Angebot bietet. Gibt es bereits eine passende reguläre Linienverbindung, wird kein Sprinti angeboten – so bleibt das System effizient und zielgerichtet.

Die Fahrzeuge bieten Platz für bis zu sechs Fahrgäste sowie zwei Rollstuhl- oder Kinderwagenplätze. Wer einen Rollstuhl nutzt, kann dies im Kundenprofil angeben, um ein rollstuhlgerechtes Fahrzeug zu garantieren.

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