Austausch hilft Gastgebern in Lehrte

Austausch hilft Gastgebern in Lehrte
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(Bild oben: Den Erfahrungsaustausch bewertenten als hilfreich – Foto: Achim Rüter)

Zu den aufgenommenen Geflüchteten aus der Ukraine ist eine herzliche, teilweise fast familiäre Beziehung entstanden, darüber waren sich die Teilnehmer der Austauschveranstaltung von “Lehrte hilft” einig. Mit großem Engagement begleiteten die Gastgeber ihre neuen Mitbewohner durch einen Parcours von Behördengängen und Schulanmeldungen, zeigten Einkaufsmöglichkeiten und Freizeitangebote auf und hatten ein offenes Ohr für die Erzählungen ihrer Gäste. 

Neun Teilnehmer waren am Mittwoch, 27.04.2022, der Einladung des Netzwerks “Lehrte hilft” zu einem Austausch im Rotkreuz Zentrum gefolgt. In der neuen Lebenssituation liegen auch für die Gastgeber Freud und Leid eng beieinander. Die Dankbarkeit der aufgenommenen Menschen und der Wunsch, etwas zurückzugeben, sind groß. So berichtete eine Teilnehmerin: “Ich sehe meine Küche kaum noch. Das Kochen hat die ukrainische Mutter übernommen.” Der Austausch zeigte aber auch, dass das Zusammenleben mit fremden Menschen eine gute Abstimmung erfordert. Die eigenen Grenzen und Wünsche mitzuteilen, ist nicht immer leicht – sprachlich und zwischenmenschlich. Unterschiedliche persönliche und kulturelle Vorstellungen müssen zusammengebracht werden. Die Sorge, wie es wohl wird, wenn die Gäste schlimme Nachrichten aus der Ukraine bekommen sollten, steht im Raum.

Viele Fragen der Gastgeber rund um den Aufnahmeprozess konnte Barbara Gebbe von der Migrationsberatung der Diakonie Hannover-Land gleich vor Ort klären: Welche Krankenversicherung haben die Geflüchteten? Wie bekommen sie eine Arbeitserlaubnis? Wie werden den Gastgebern entstehende Nebenkosten ersetzt? Im Montagscafé von “Lehrte hilft” bietet Gebbe eine regelmäßige Sprechstunde an. Achim Rüter, der Vorsitzende des Roten Kreuzes in Lehrte, stellte den ehrenamtlichen Deutschkurs in der Ringstraße vor und versicherte: “Wir arbeiten daran, weitere Angebote auf die Beine zu stellen, bis reguläre Integrationskurse des Bundes für die Menschen zur Verfügung stehen.”

Auf Interesse stieß auch das Fahrradprojekt von “Lehrte hilft”. “Gegen einen Kostenbeitrag können geflüchtete Menschen hier ein Fahrrad erhalten. Wenn die Geflüchteten selbstständig mobil sein können, entlastet das auch die Gastgeber,” sagte Armin Albat, Sprecher von “Lehrte hilft”. “Das war ein informativer und hilfreicher Abend”, stimmten die Teilnehmer überein. Dieses positive Fazit bestärkt die Organisatoren von “Lehrte hilft” darin, weitere Austauschtreffen anzubieten.

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