Musikalische Andacht und Kreuzplatzierung in der Friedhofskapelle Sehnde

5. November 2019 @

Eine jahrelange Tradition in der evangelisch-lutherischen Kirche von Sehnde ist, dass der Förderverein der Kreuzkirche Sehnde am Ewigkeitssonntag, dem letzten Sonntag des Kirchenjahres, eine musikalische Andacht zum Gedenken aller Verstorbenen in der Friedhofskapelle gestaltet. Dieses Mal steht neben dem Lichtkreuz noch ein zweites Kreuz im Mittelpunkt: Es ist das Altarkreuz des Bonhoefferhauses.

In der Kapelle findet das Konzert statt – Foto: JPH

Das Lichtkreuz kommt auf den Friedhof

Auf Wunsch des amtierenden Kirchenvorstandes erhält es einen nachhaltigen, angemessenen Platz in der Friedhofskapelle Sehnde zur Erinnerung an all diejenigen, denen das Kaliwerk Sehnde Arbeit und Brot gab. Denn das Holz des Kreuzes stammt aus ausgedienten Spurlatten aus dem Förderschacht, von wo aus die Bergleute tagtäglich in die unterirdische Welt des Salzes einfuhren. Auf dem Sehnder Friedhof fanden sie ihre letzte Ruhe. Mit Gedanken zur Kreuzestheologie Dietrich Bonhoeffers soll ihrer und aller Toten gedacht werden.

Bonhoeffer steht im Mittelpunkt

Literarisch wird Siegtraut Elger mit ihrem Team Bonhoeffers Christologie nachspüren mit von ihm selbstverfassten Gedichten, ergänzt durch anschließende Predigtworte von Pastor Uwe Büttner. Dietrich Bonhoeffer – wie aus der Zeit gefallen? Leider nein! Seine Zivilcourage und sein Verantwortungsbewusstsein sind gefragter denn je im aktuellen Zeitgeschehen. Er war nicht nur ein außergewöhnlicher Theologe im Widerstand, sondern auch ein großer Musikliebhaber. Sabine Hahlbohm an der Orgel und Michael Müller am Cello werden die Andacht musikalisch umrahmen.

Alle Sehnder und Sehnderinnen sind herzlich eingeladen zum Mithören, Mitdenken, zum Be- und Gedenken am Sonntag, 24.11.2019, 15 Uhr. Sich erinnern hilft gegen Geschichtsvergessenheit, nicht nur am Ewigkeitssonntag – im Volksmund auch „Totensonntag“ genannt. Für alle, die den besuch schon fest eingeplant haben: Die Andacht beginnt nicht, wie bisher überall angekündigt, um 14 Uhr, sondern – wie in den Vorjahren – erst um 15 Uhr, um den Teilnehmern noch bei Tageslicht vorab einen Besuch am Grab ihrer Angehörigen zu ermöglichen.

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