Unglaublich

30. Oktober 2015 @

In einem Leserbrief bezieht sich unser Leser W. Brauns auf die Vorstellung der RROP 2015 durch die Regionsverwaltung in der Mensa der KGS:
>>Auf der Veranstaltung am 7. Oktober 2015 zum Vortrag der Regionalverwaltung zum neuen RROP für Vorranggebiete für Windkraftanlagen – hier Dolgen/Evern – sind unglaubliche Dinge ans Tageslicht gekommen. Sowohl der Regionsplanung als auch der Stadt Sehnde liegen bis heute nicht das avifaunistische Fachgutachten von 2013 zum Innovationspark Sehnde vor. Auftraggeber war im übrigen die Firma Windwärts Energie GmbH. Hier entsteht der Eindruck, dass dieses Gutachten bewusst zurückgehalten wird.

Der Horst vom Rotmilan (Milvus milvus), auch Roter Milan, Gabelweihe oder Königsweihe genannt, erzwingt einen festgelegten Abstand von Windrädern – Foto: JPH

Der Horst vom Rotmilan (Milvus milvus), auch Roter Milan, Gabelweihe oder Königsweihe genannt, erzwingt einen festgelegten Abstand von Windrädern – Foto: JPH

Vollkommen vergessen wurde vom Team Regionalplanung das zweite Rotmilan-Vorkommen südwestlich des Hämelerwaldes. Obwohl diese Tatsache der Region Hannover bereits am 20.07.2015 durch die Naturschutzverbände mitgeteilt wurde, ist der Stadt Sehnde wie auch der Regionsplanung für das neue RROP davon nichts bekannt. Offensichtlich arbeiten die untere Naturschutzbehörde (UNB) sowie Regionalplanung und Kommunen nicht miteinander zusammen.

Festzuhalten bleibt, dass für die Stadt Sehnde das Projektgebiet Sohrwiesen, Aueniederung, Billerbach und Leierberg als das für Fauna und Flora wertvollste Gebiet durch die Windenergienutzung extrem gefährdet wird. Hier sind nicht nur 86 Vogelarten als Brutvögel nachgewiesen worden, auch 80 Arten als Gastvögel halten sich dort auf.

Erneuerbare Energien befürworte ich nachhaltig – auch Windenergie, aber nicht um jeden Preis. Es bleibt die Hoffnung, dass wenigstens die Sehnder Politiker einer Abstandshaltung von 1000 Meter zur Wohnbebauung beschließen. Ein Windenergietestfeld von Windrädern in Höhe von ca. 200 Meter nördlich von Dolgen und Evern wäre ein Verbrechen an Mensch, Natur und Landschaft.

Mit freundlichen Grüßen,
Wilfried Brauns, Dolgen<<

Die Redaktion weist darauf hin, dass der Inhalt der Leserbriefe die Ansicht der Einsender wiedergibt, die mit der Meinung der Redaktion nicht unbedingt übereinstimmt. Kürzungen behält sich die Redaktion vor.

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