Zwei Männer zwingen ICE bei Dollbergen zu Schnellbremsung

Zwei Männer zwingen ICE bei Dollbergen zu Schnellbremsung

Zu einem gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr ist es am vergangenen Sonnabend, 02.03.2024, gekommen, als zwei Männer im Alter von 24 und 25 Jahren die Gleise der Bahnstrecke zwischen Berlin und Lehrte im Bereich der Ortschaft Dollbergen überquerten.

Der Triebfahrzeugführer eines herannahenden Intercity-Expresses erkannte glücklicherweise die Gefahr und leitete eine Schnellbremsung rechtzeitig ein. Aber anstatt Verantwortung für ihr Verhalten zu übernehmen, flohen die beiden Männer vom Tatort. Sofort wurde in enger Zusammenarbeit zwischen der Landespolizei Niedersachsen und der Bundespolizei eine Fahndung mit der übermittelten Personenbeschreibung im Nahgebiet vorgenommen. Dabei wurden die Beamten am Boden durch einen Polizeihubschrauber der Bundespolizei unterstützt.

Im Verlauf der Fahndungsmaßnahmen entdeckten die Beamten unmittelbar im Bereich der Gleisüberquerung zwei mit Steinen beschwerte Jacken, die diverse Wertgegenstände und einen Personalausweis enthielten. Die Beamten warteten etwas abgesetzt vom Ablageort auf die Eigentümer der beiden Jacken. Als die zwei Männer zu einem späteren Zeitpunkt zu ihren deponierten Bekleidungsstücken zurückkamen, wurden sie durch die Polizisten gestellt. Wie sich herausstellte, entsprach die übermittelte Personenbeschreibung der Tatverdächtigen dem Erscheinungsbild der beiden angetroffenen Männer. Nach einer Belehrung über die Gefahren an Bahnanlagen und der Einleitung eines Strafverfahrens wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr durften die beiden Männer aus Uetze ihren Weg fortsetzen.

Durch die leichtsinnige Aktion der beiden Männer kam es zu erheblichen Einschränkungen des Bahnverkehrs und bei einer Vielzahl von Zügen zu Verspätungen von insgesamt mehr als zehn Stunden.

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