Seenotretter bei zwei medizinischen Notfällen auf Nord- und Ostsee im Einsatz

Seenotretter bei zwei medizinischen Notfällen auf Nord- und Ostsee im Einsatz
Die Rettungsleitstelle See der DGzRS hat einen Einsatz für eine auf einem Kreuzfahrtschiff plötzlich schwer erkrankte Frau koordiniert - Archivfoto: Die Seenotretter /DGzRS

Die von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) betriebene deutsche Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen, hat am Sonnabend, 24. September 2022, die schnelle Hilfe für eine auf einem Kreuzfahrtschiff plötzlich schwer erkrankte Frau nordwestlich von Helgoland koordiniert. Ein SAR-Hubschrauber der Bundesmarine flog sie in ein Krankenhaus. Fast zeitgleich waren die freiwilligen Seenotretter der Station Puttgarden vor Fehmarn im Einsatz: Sie brachten mit dem Seenotrettungsboot Romy Frank einen verletzten Wassersportler sicher an Land.

Helgoland – Gegen 12 Uhr meldete sich der Kapitän des Kreuzfahrtschiffes „Costa Fascinosa“ (Flagge: Italien) bei der Rettungsleitstelle See der DGzRS: An Bord klagte eine 78-jährige Norwegerin über starke Brustschmerzen. Sie benötigte umgehend medizinische Hilfe. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das rund 290 Meter lange Schiff etwa 100 Seemeilen (gut 185 Kilometer) nordwestlich von Helgoland. Aufgrund der großen Entfernung für den nächstgelegenen Seenotrettungskreuzer Hermann Marwede/Station Helgoland und der gebotenen Eile alarmierte die Rettungsleitstelle See einen SAR-Hubschrauber der Bundesmarine. Dieser nahm noch ein medizinisches Team von NHC Northern Helicopter auf.

Gegen 14 Uhr war der Hubschrauber vom Typ Sea King vor Ort. Zunächst setzte seine Besatzung den Notarzt und einen speziell für Hubschraubereinsätze ausgebildeten Notfallsanitäter auf dem Kreuzfahrtschiff ab. Dort führten sie die an Bord bereits eingeleitete Behandlung fort, ehe die Patientin auf einer Trage liegend zum Hubschrauber aufgewinscht wurde. Anschließend flog der Sea King die Frau in ein Krankenhaus.

Mit dem Seenotrettungsboot Romy Frank haben die freiwilligen Seenotretter der DGzRS-Station Puttgarden einen verletzten Wassersportler an Land gebracht – Archivfoto: Die Seenotretter/DGzRS

Fehmarn – Fast zeitgleich waren die freiwilligen Seenotretter der Station Puttgarden für einen verletzten Wassersportler im Einsatz. Als sie gegen 13.45 Uhr mit dem Seenotrettungsboot Romy Frank gerade aus Burgstaaken zu einer Übungs- und Revierfahrt ausgelaufen waren, machte der Skipper eines Motorbootes mit Handzeichen auf eine Notlage an Bord aufmerksam. Sofort änderten die Seenotretter ihren Kurs.

Nachdem sie längsseits gegangen waren, berichtete ihnen die Besatzung von einem Unfall: Einer der fünf Männer war beim Übersteigen von einem Wakeboard auf das Deck des Motorbootes ausgerutscht und mit seinem Steißbein hart auf eine Klampe gestürzt. Dabei hatte er sich verletzt. Die Seenotretter übernahmen den Patienten auf einer Trage liegend, versorgten ihn an Bord der Romy Frank medizinisch und brachten ihn umgehend in den Hafen von Burgtiefe. Dort übergaben sie den Mann an den Landrettungsdienst.

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