Kooperationsstreife nimmt vierbeinige Schwarzfahrerin in Bremen in Obhut

Einen ungewöhnlichen Einsatz hatte die Quattro-Streife mit Sicherheitskräften der Bundes- und Landespolizei, dem Ordnungsamt Bremen und der DB Sicherheit am Freitagabend, 13.02.2026, im Bremer Hauptbahnhof: Sie nahm einen vierbeinigen Schwarzfahrer aus einer Regionalbahn in Obhut.
Um 19.12 Uhr wurden die Einsatzkräfte informiert, dass eine Katze orientierungslos durch die Regionalbahn aus Nordenham lief und keinen Fahrschein hat. Umgehend setzte sich die Kooperationsstreife zum entsprechenden Bahnsteig im Marsch, um den blinden Passagier dingfest zu machen. Kurz bevor die Regionalbahn im Bremer Hauptbahnhof einfuhr, waren auch die Gesetzeshüter da. Schnell konnte die Katze im Zug eingefangen werden. Weil sie sich zutraulich und damit einsichtig zeigte, wurde sie auf dem Arm eines Streifenkollegen zum Bundespolizeirevier gebracht. Dort bekam sie zunächst Wasser und anschließend wurde sie an Mitarbeiter der Bremer Katzenhilfe übergeben.
Nach bisherigen Erkenntnissen ist die Katze am Freitagabend am Haltepunkt in Berne allein in die RS 4 mit Fahrtziel Bremen Hauptbahnhof eingestiegen. Nach Angaben ihrer Besitzer ist es nicht das erste Mal, dass die schwarz-weiße Samtpfote für ihre Abenteuer Regionalzüge nutzt. Auch wenn es sich offenbar um eine Wiederholungstäterin handelt, muss sie dennoch nicht mit Konsequenzen rechnen: Die Bundespolizisten verzichteten auf eine Anzeige wegen Erschleichens von Leistungen, wahrscheinlich weil kein Sitzplatz beansprucht worden war.
Aus Datenschutzgründen gibt die Bundespolizei allerdings den Namen der Schwarzfahrerin nicht bekannt. Es wird jedoch aus ungewöhnlich gut unterrichteter Quelle erzählt, die Schwarz-Weißfahrt der Katze wurde mit einer Ordnungsbuße von einem Tag Leckerli-Entzug geahndet.
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