Bundespolizei in Hannover: von Friedenstagen wenig zu spüren

Bundespolizei in Hannover: von Friedenstagen wenig zu spüren
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Friedensmärsche? Eher das Gegenteil verzeichnet die Bundespolizeiinspektion am Hauptbahnhof. Über die gesamten Feiertage waren die täglichen Lagemeldungen gespickt mit Widerstandshandlungen gegen Polizeibeamte sowie Körperverletzungen von Reisenden untereinander. Bereits am vorigen Donnerstag rempelte ein 29-jähriger Hannoveraner Zivilbeamte bewusst an und beleidigte diese auf übelste Art. Sie hatten sich zuvor zu erkennen gegeben.

Fußballspielbesucher im Zug tyrannisiert

Bahnreisende Fußballfans verletzten sich am Sonnabend in der Westfalenbahn gegenseitig und entwendeten einem Hannover 96 Fan den Schal mit Gewalt in Form von Tritten in das Gesicht. Weiteren 96-Fans entrissen Vermummte in einer S-Bahn die Mützen und verletzten die Jugendlichen durch Schläge ins Gesicht und am Ohr.

Abends wollte ein 22-jähriger türkischer Landsmann Streitigkeiten schlichten und geriet zwischen die Kontrahenten. Aus der Gruppe heraus bekam er einen Faustschlag ins Gesicht. Später stellte sich heraus, dass er einem Polen helfen wollte, der jedoch zuvor den Zorn der Gruppe auf sich gezogen hatte, weil er diese unter Drogeneinfluss provozierte und beleidigte.

Beamte bedroht

In den frühen Morgenstunden am Sonntag gerieten mehrere Personen, darunter ein Pole, ein Sudanese und ein Deutscher in Streit. Nachdem sie zuvor reichlich gebechert hatten, schlugen sie auf den Sudanesen ein. Die Bundespolizei trennte die Streithähne. Selbst der verletzte Sudanese drohte den Beamten, er wolle sie umbringen und totschlagen. Seine Reise führte ihn in ein Krankenhaus in Hannover.

In der Nacht zum Ostermontag gab es eine weitere Körperverletzung, die derzeit von der Bundespolizei ausgewertet wird. Videoaufzeichnungen sowie verschiedene Zeugenaussagen müssen noch abgeglichen werden. Ein noch unbekannter Geschädigter wurde von zwei Tatverdächtigen zu Boden gerissen und an den Kopf getreten. Demzufolge kann die Bundespolizei in Hannover von Osterfrieden kaum sprechen.

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