Angriff mit PKW in Neustadt am Rübenberge – Polizei setzt Schusswaffe ein, um Tatverdächtigen zu stoppen

In der Nacht von Montag, 26.10.2026, auf Dienstag, 27.10.2026, hat die Polizei in Neustadt am Rübenberge einen Angriff mit einem Personenwagen gestoppt. Dabei kam es zum Schusswaffengebrauch durch die eingesetzten Polizeikräfte. Mehrere Tatverdächtige flohen anschließend vom Tatort. Zuvor war ein Fahrzeug gezielt in eine kleine Personengruppe gelenkt und dabei mindestens fünf Menschen verletzt worden. Die Polizei sucht Zeugen des Vorfalls.
Nach bisherigen Erkenntnissen ereignete sich der Angriff gegen 23:30 Uhr auf der Mecklenhorster Straße in Neustadt am Rübenberge. Ein Tatverdächtiger steuerte einen BMW gezielt in eine Personengruppe, die sich zu diesem Zeitpunkt auf der Straße aufhielt.
Zufällig in der Nähe befindliche Polizeikräfte, die gerade eine allgemeine Verkehrskontrolle vornahmen, wurden auf den Vorfall aufmerksam. Um die unmittelbar andauernde Tat zu unterbinden, gaben sie Schüsse auf den BMW ab. Der Fahrer ließ das Auto am Tatort zurück und floh. Ob sich zum Zeitpunkt des Vorfalls weitere Personen in dem Fahrzeug aufhielten, ist Gegenstand der Ermittlungen.
Die bei dem Angriff leicht bis schwer verletzten Personen wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.
Bisherige Ermittlungsergebnisse
Unmittelbar nach der Tat eingeleitete Fahndungsmaßnahmen, bei denen unter anderem ein Polizeihubschrauber und zahlreiche Einsatzkräfte zum Einsatz kamen, blieben zunächst erfolglos. An der Anschrift des Halters des Tatfahrzeugs wurden drei Personen angetroffen, die vorläufig festgenommen wurden. Inwieweit die Personen in direktem Zusammenhang mit der Tat stehen, ist aktuell noch Teil der laufenden Ermittlungen.
Nach derzeitigem Kenntnisstand kannten sich die Beteiligten untereinander. Die Tatbeteiligten gehören Großfamilien an, die in Teilen bereits im Zusammenhang mit Clankriminalität polizeilich in Erscheinung getreten sind. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nach derzeitigem Kenntnisstand nicht.
Der Kriminaldauerdienst in Hannover hat die Ermittlungen übernommen. Dazu gehört unter anderem eine spezialisierte Tatortaufnahme. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Hannover wurden ein Ermittlungsverfahren wegen eines versuchten Tötungsdeliktes eingeleitet.
Die Ermittlungen zum genauen Tathergang, zu den Hintergründen der Tat und zur Identität der Tatverdächtigen dauern an. Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Vorfall geben können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst in Hannover unter der Telefonnummer 0511/109-55 55 zu melden.
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