Regionsfeuerwehrbereitschaft des Brandschutzabschnitts 4 trainiert die Wasserversorgung bei Vegetationsbränden

Die Regionsfeuerwehrbereitschaft des Brandschutzabschnitts 4 der Region Hannover hat am Freitag, 25. September 2026, ihre letzte Einsatzübung des Jahres 2026 absolviert. Unter dem Einsatzstichwort „Schnelle Flackwörde“ trainierten die Einsatzkräfte aus Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze im Raum Hänigsen und Wathlingen die Bekämpfung eines angenommenen Vegetations- und Waldbrandes. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere der Aufbau einer leistungsfähigen Löschwasserversorgung über lange Wegstrecken sowie der Wassertransport mit Tanklöschfahrzeugen im Pendelverkehr.
Die Bereitschaft
Die Regionsfeuerwehrbereitschaften setzen sich aus Einheiten der Ortsfeuerwehren der 20 Städte und Gemeinden der Region Hannover zusammen und sind den jeweiligen Brandschutzabschnitten zugeordnet. Sie können unter anderem bei Katastrophen, Großschadenslagen und zur überörtlichen Hilfe eingesetzt werden, wenn die örtlichen Einsatzkräfte eine Lage nicht mehr allein bewältigen können. Die Regionsfeuerwehrbereitschaft des Brandschutzabschnitts 4 besteht aus einer Führungsgruppe und fünf Zügen mit Einsatzkräften und Fahrzeugen aus den Stadt- und Gemeindegebieten Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze.
Stichwort „Schnelle Flackwörde“
Einsatzbefehl „Schnelle Flackwörde“! Für die Übung hatte Abschnittsbrandinspektor Tim Herrmann die Bereitschaft zu einem angenommenen Vegetations- und Waldbrand in den benachbarten Landkreis Celle beordert. Der für die Übung gewählte Name „Flackwörde“ geht auf einen historisch überlieferten Flurnamen im Bereich Hänigsen/Wathlingen zurück, in dem die Übung stattfand. Bis
17 Uhr mussten sich die einzelnen Züge einsatzbereit an der Feuerwache in Hänigsen einfinden. Dort erhielten die Führungskräfte und Zugführer eine Einweisung in die angenommene Lage sowie ihre jeweiligen Einsatzaufträge.
Parallel dazu stellte die Führungsgruppe am Feuerwehrgerätehaus in Wathlingen mit dem Einsatzleitwagen 2 die Führungsbereitschaft her und besetzte den dort eingerichteten Stabsraum. Von hier aus wurden die eingesetzten Einheiten koordiniert und die Übungslage geführt. Das Übungsziel bestand nicht allein darin, die eigentliche Brandbekämpfung bei Vegetations- und Waldbränden zu trainieren. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Frage, wie auch in Gebieten ohne unmittelbar verfügbare Löschwasserversorgung über einen längeren Zeitraum ausreichend Wasser an die Einsatzstelle gebracht werden kann.
Wasser ist das Problem
Dafür waren zwei voneinander unabhängige Übungsszenarien vorbereitet worden. Beim ersten Szenario kamen Einheiten der Bereitschaft im Bereich der Fuhse zum Einsatz. An der Fuhsebrücke richteten die Einsatzkräfte zunächst eine Wasserentnahmestelle ein.
Von dort musste das benötigte Löschwasser über zwei Schlauchleitungen und einer Strecke von rund 1.600 Metern entlang des Triftweges bis zu einem Waldstück im Bereich der Straße Schwarzer Weg gefördert werden. Am Ende der Förderstrecke hatten die Einsatzkräfte zwischenzeitlich einen Wasserübergabepunkt mit einem Ausgleichsbehälter eingerichtet und von dort aus die angenommene Brandbekämpfung aufgebaut.
Dass bei solchen Einsatzlagen neben einer guten Planung auch Improvisationsvermögen gefragt sein kann, zeigte sich im Verlauf der Schlauchstrecke. Ein breiter Graben musste überwunden werden, ohne den Wassertransport zu beeinträchtigen. Die Einsatzkräfte errichteten deshalb aus Steckleiterteilen eine provisorische Brücke, über die die Leitung sicher über das Hindernis geführt werden konnten.
Zweite Art der Wasserversorgung geübt

Ein anderes Vorgehen trainierten die Einsatzkräfte beim zweiten Szenario. Hier musste die Wasserversorgung mit mehreren Tanklöschfahrzeugen im sogenannten Pendelverkehr sichergestellt werden.
Im Bereich des Sportvereins VfL Wathlingen hatte die Ortsfeuerwehr Bröckel eine Wasserentnahmestelle eingerichtet. Gleichzeitig wurde in der Nähe des Kaliberges ein weiterer Wasserübergabepunkt aufgebaut und die Brandbekämpfung vorbereitet.
Die eingesetzten Tanklöschfahrzeuge nahmen an der Wasserentnahmestelle Löschwasser auf und transportierten es anschließend zu dem etwa einen Kilometer entfernten Übergabepunkt. Dort speisten sie das Wasser in zwei Ausgleichsbehälter ein, aus denen wiederum die Löschfahrzeuge an der angenommenen Brandstelle versorgt wurden. Das besondere Problem bestand darin, die Fahrbewegungen der einzelnen Tanklöschfahrzeuge genau aufeinander abzustimmen. Nur durch einen gleichmäßigen Pendelverkehr zwischen Wasserentnahme- und Wasserübergabestelle konnte gewährleistet werden, dass kontinuierlich ausreichend Löschwasser für die Brandbekämpfung zur Verfügung stand. Damit trainierten die Einsatzkräfte ein Verfahren, das insbesondere dann zum Zuge kommt, wenn sich Einsatzstellen weit entfernt von Wasserentnahmestellen befinden.
Übungsauswertung
Übungsziele vollständig erreicht! Nach Abschluss der beiden Szenarien zog Abschnittsbrandinspektor Tim Herrmann gemeinsam mit den Zugführern eine positive Bilanz. Die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Einheiten funktionierte reibungslos und die vorgegebenen Übungsziele wurden erreicht. Gegen 19 Uhr wurde die Übung offiziell beendet und mit dem Abbau der Einsatzstellen begonnen. Im Anschluss trafen sich die beteiligten Einsatzkräfte am Feuerwehrgerätehaus in Uetze. Dort hatte der 5. Zug, Logistik und Versorgung, bereits die Verpflegung für die Mannschaften vorbereitet. Nach der gemeinsamen Stärkung rückten die Einheiten schließlich wieder selbstständig in ihre jeweiligen Heimatstandorte ein.
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