Neue Planungen für die Fahrräder am Sehnder Bahnhof

Gerade erst ist das Fahrradparkhaus an der Peiner Straße an den Kosten gescheitert und bringt der Stadt Sehnde möglicherweise Belastungen von etwa 270.000 Euro ein, da soll der bestehende Fahrradkäfig für weitere bis zu 8.500 Euro ertüchtigt werden.
Der Käfig, der zwar einen leeren Eindruck macht, aber Angaben der Stadt zufolge komplett vermietet ist, soll digitalisiert werden und eine Lösung für Tages- und Dauernutzer anbieten. Dabei sollen die Stellplätze den Nutzern nicht fest zugeordnet werden, sondern die haben die freie Platzwahl.
Der Antrag
Laut Antrag soll die Stadtverwaltung innerhalb von acht Wochen nach dem Beschluss des Rates, spätestens jedoch im Dezember 2026, mindestens zwei vergleichbare Gesamtangebote für die digitale Nachrüstung einzuholen. Das zu entwickelnde System soll Tages- und Dauernutzungen ermöglichen, Buchung und Bezahlung über eine mobile Internetseite oder App ermöglichen,
den Zugang über persönlichen QR-Code oder zeitlich begrenzte PIN erlauben und eine Verwaltung der Buchungen und Zugangsberechtigungen ermöglichen. Dazu sollen die gesamten Kosten für das System von der Türtechnik bis hin zum Hosting und die Betriebskosten ermittelt werden. Dabei darf die Ertüchtigung 6.000 Euro nicht überschreiten.
Laut bestehender Markterkundung von CDU und FDP gibt es aktuell zwei verschiedene Modelle, die es zu untersuchen gilt.
Für die Miete sind beispielweise folgende Preise bei einer Conwee- Anlage in Hochneukirch eingestellt:
- 1 Euro für 24 Stunden,
- 5 Euro für einen Monat,
- 25 Euro für ein halbes Jahr,
- 50 Euro für ein Jahr.
Erfüllt mindestens eines der eingeholten Angebote die technischen Anforderungen und bleibt unter der Kostenobergrenze von 8.500 Euro, deckt seine laufenden Kosten und amortisiert sich innerhalb von fünf Jahren, soll die Verwaltung die Umsetzung einleiten. Falls kein Angebot diese Bedingungen erfüllt, soll der zuständige Fachausschuss Stadtentwicklung entscheiden.
Entscheidung
Für Dr. Marco Schinze-Gerber, Fraktionsvorsitzender der CDU im Stadtrat, ist diese Berechnung Voraussetzung für die Umsetzung: „Eine Investition endet nicht mit dem Kauf. Gerade bei digitalen Lösungen müssen wir die laufenden Kosten von Anfang an mitdenken. Wenn die Anlage sich bei realistischen Nutzerzahlen trägt, haben wir eine einfache und vernünftige Lösung.“
Der Antrag von CDU und FDP steht für die Ratssitzung am Donnerstag, 01.10.2026, zur Entscheidung oder Beratung auf der Tagesordnung. Offen ist auch bei diesem Projekt die Wirtschaftslichkeit, da der bestehenden Parkkäfig trotz Vermietung größtenteils leer steht und die Fahrräder mehrheitlich an den Bügeln an der Iltener Straße angeschlossen werden.
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