„Ich bin parteilos – und das werde ich bleiben“: Daniela Busche zu ihrer Kandidatur

In den vergangenen Wochen wurde die Bürgermeisterkandidatin Daniela Busche für Sehnde immer wieder mit einer Frage konfrontiert, die viele Bürger beschäftigt und die auch immer wieder bei den Haustürgesprächen gestellt wurde: „Wenn Sie parteilos sind, warum machen Sie dann mit der SPD Wahlkampf?“
Die Kandidatin möchte darauf eine klare Antwort geben und für Transparenz zu ihrer Kandidatur sorgen. „Vertrauen entsteht durch Ehrlichkeit und Offenheit. Deshalb ist es mir wichtig, diese Frage ausführlich zu beantworten“, erklärt sie. Dabei stellt sie unmissverständlich klar: „Ich bin parteilos. Ich bin kein Mitglied der SPD. Und ich werde auch nach der Wahl keiner Partei beitreten. Dieses Versprechen gebe ich den Bürgerinnen und Bürgern von Sehnde.“
Rechtliche Grundlage
Dass parteilose Kandidaten auf dem Wahlvorschlag einer Partei antreten können, ist im Niedersächsischen Kommunalwahlgesetz ausdrücklich vorgesehen. Diese Möglichkeit wird in vielen Kommunen genutzt. Auch bei Ratswahlen kandidieren regelmäßig Menschen ohne Parteimitgliedschaft auf verschiedenen Listen. Bisher war dies in Sehnde kein Thema. Genauso wie die Kandidatur einer Frau. Das ist tatsächlich komplett neu! „Damit schreiben wir dann wohl Geschichte“, sagt Busche. „Vielleicht wird meine Kandidatur deshalb ja auch so intensiv von allen Seiten beleuchtet.“
Viele Menschen wundern sich darüber, dass auf der Vorschlagsliste und dem Stimmzettel kein Hinweis wie „parteilos“ oder „unabhängig“ zu finden ist, obwohl Busche das immer wieder betont – so auch hier. Die Kandidatin erklärt: „Das liegt nicht daran, dass ich etwas verbergen möchte. Im Gegenteil: Ich spreche offen darüber. Der Grund ist das Wahlrecht, das solche zusätzlichen Hinweise auf dem Stimmzettel nicht vorsieht.“
Die Information über ihre Parteilosigkeit findet sich deshalb auf ihren Informationsmaterialien, ihrer Internetseite und in vielen persönlichen Gesprächen mit den Bürgern.
Warum die Unterstützung durch die SPD?
Die Frage, warum sie gemeinsam mit der SPD Wahlkampf macht, beantwortet die Kandidatin eindeutig: „Die SPD hat sich entschieden, keine eigene Bürgermeisterkandidatin oder eigenen Bürgermeisterkandidaten aufzustellen, sondern meine Kandidatur zu unterstützen. Dafür bin ich dankbar. Es ist ein Zeichen des Vertrauens in meine Person und meine Arbeit.“ Dies bestätigte die SPD auch auf Nachfrage.
Andere Parteien haben einen anderen Weg gewählt. Die CDU tritt mit einem eigenen Kandidaten an, ebenso Bündnis 90/Die Grünen.
Die Kandidatin betont außerdem, dass die Unterstützung nicht nur auf organisatorischer Ebene beruht, sondern auch auf gemeinsamen Grundüberzeugungen. „Es gibt viele Schnittmengen bei den Werten, die der SPD wichtig sind, und den Werten, für die ich persönlich stehe“, erklärt sie.
Dazu gehören für sie insbesondere der Zusammenhalt in der Stadtgesellschaft, soziale Verantwortung, ein offenes Miteinander und der Anspruch, Entscheidungen zum Wohl der Menschen in Sehnde zu treffen. „Auch wenn ich parteilos bin, bedeutet das nicht, dass es keine gemeinsamen Werte und Ziele mit politischen Parteien geben kann. Entscheidend ist für mich immer, ob es um gute Lösungen für unsere Stadt geht“, so die Kandidatin.
Unabhängig entscheiden – gemeinsam gestalten
Für die Kandidatin war deshalb nicht die Frage entscheidend, ob sie jede Unterstützung ablehnen müsse, weil sie von einer Partei kommt. „Die entscheidende Frage für mich war: Kann ich meine Unabhängigkeit bewahren und gleichzeitig die Chance nutzen, möglichst viele Menschen zu erreichen? Meine Antwort auf beides ist ein klares Ja.“
Die Unterstützung durch die SPD sei mit keiner Parteimitgliedschaft und keinen politischen Vorgaben verbunden. „Die SPD hat Vertrauen in meine Person gesetzt und mich unterstützt, ohne von mir zu verlangen, Mitglied der Partei zu werden. Dafür bin ich dankbar. Meine politische Unabhängigkeit bleibt davon unberührt.“
Busche sieht darin auch einen Vorteil für die Bürger: „Eine parteilose Kandidatin sollte ihre Kraft nicht in organisatorischen Hürden verlieren, sondern dort einsetzen, wo sie gebraucht wird: im Gespräch mit den Menschen, bei der Entwicklung guter Ideen und bei einem engagierten Wahlkampf für Sehnde.“ Die sich dann in einer verantwortungsvollen Arbeit im Rathaus und im Rat fortsetzt.
Am Ende entscheidet ja nicht eine Partei über die Zukunft der Stadt, sondern die Wähler. „Es geht darum, wem die Menschen persönlich zutrauen, Sehnde als Bürgermeisterin zu führen“, so die Kandidatin. „Wenn eine Partei eine Kandidatin unterstützt, dann macht sie mit dieser Kandidatin Wahlkampf. Genau das passiert gerade. Nicht mehr – aber auch nicht weniger.“
Die Unterstützung durch die SPD mache sie jedoch nicht abhängig, wiederholt sie. „Sie macht mich nicht zu einem Mitglied der SPD. Sie nimmt mir nicht meine Überzeugungen. Und sie ändert nichts an meinem Anspruch, Bürgermeisterin für alle Menschen in Sehnde zu sein.“ Gerade ihre Unabhängigkeit sieht die Kandidatin als besondere Stärke: „Ich bin frei in meinen Entscheidungen und kann mit allen demokratischen Fraktionen vertrauensvoll zusammenarbeiten. Für mich zählt nicht, wer einen Antrag eingebracht hat. Für mich zählt, ob eine Idee gut für Sehnde ist.“
Vertrauen gewinnen – Verantwortung übernehmen
Die Kandidatin weiß, dass manche Menschen diesen Weg kritisch betrachten. „Ich respektiere Skepsis. Politik hat in den vergangenen Jahren bei vielen Menschen Vertrauen verloren. Umso wichtiger ist es, klar zu sagen, wofür ich stehe.“ Sie kandidiere, weil sie Verantwortung für Sehnde übernehmen möchte. „Ich möchte zuhören, vermitteln und Entscheidungen treffen, die unsere Stadt voranbringen. Wer mich kennt, weiß, dass ich immer meinen eigenen Weg gegangen bin.“
Am Ende steht bei dieser Wahl zum Bürgermeister keine „Ideologie“ auf dem Zettel, sondern die Personen, denen man eine Arbeit für sich, den Bürger von Sehnde, zutraut. „Ich freue mich über die Unterstützung der SPD ebenso wie über das Vertrauen vieler Bürgerinnen und Bürger, die keiner Partei angehören.“
Am Wahltag geht es deshalb nicht um ein Parteibuch. „Es geht um die Frage, wem die Menschen zutrauen, unsere Stadt mit Kompetenz, Herz und Verantwortung zu führen. Dafür trete ich an: Parteilos. Unabhängig. Für Sehnde.“
Anzeige
Anzeige




