Abschlussmeldung: Einsatz der ABC-Kräfte der Feuerwehr auf der A 2 Rastplatz Röhrse

Die Feuerwehr Hämelerwald sowie der Gerätewagen-Messtechnik aus Höver sind am Freitagabend, 19.06.2024, um 23.12 Uhr auf den Rastplatz Röhrse Süd an der A 2 alarmiert worden. Ein Fahrer hatte an seinem dort parkenden Lastwagen eine von der Ladefläche laufende Flüssigkeit bemerkt und die Feuerwehr gerufen.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte bestätigte sich die Lage und die auslaufende Flüssigkeit war deutlich zu erkennen und drohte bereits in die Kanalisation zu gelangen.
Obwohl der Lastwagen nicht mit Warntafeln für Gefahrgut versehen war, stellte sich bei der weitergehenden Lageerkundung anhand der Ladepapiere heraus, dass der Truck mit Isocyanat in IBC Containern beladen war. Bei diesem Stoff handelt es sich nicht um Gefahrgut im Sinne der Transportvorschriften, sondern um einen Gefahrstoff, der nicht durch eine Gefahrguttafel und einer UN-Nummer gekennzeichnet sein muss. Da dieser Stoff mit Wasser reagiert, Haut- und Augenreizungen hervorruft und zudem krebserregend sein kann, wurde durch den Einsatzleiter und Stadtbrandmeister Hendrik Voges der komplette Gefahrgutzug der Region Hannover Ost zur Einsatzstelle beordert.
Vollalarm für ABC Zug

In einem mehrstündigen Einsatz, bei dem die unmittelbar am Sattelzug eingesetzten Kräfte nur unter Chemikalienvollschutzanzügen arbeiten konnten, wurde der bereits ausgetretene Stoff mit Chemikalienbinder sowie Sand abgedeckt und der leckgeschlagene IBC Container mit Unterstützung eines Radladers des THW geborgen. Zuvor wurde ein großer Teil der Rastanlage von der Polizei geräumt und für die gesamte Einsatzdauer gesperrt. Kritisch wurde es nochmal in der Nacht, als eine Gewitterfront über die Einsatzstelle zog, der Regen mit dem ausgetretenen Stoff reagierte und drohte, in die Kanalisation zu fließen. Durch einen Damm aus Sand wurde dies jedoch erfolgreich verhindert. Nach der Sicherung des leckgeschlagenen IBC Containers sowie des ausgetretenen Stoffes, konnte die Einsatzstelle gegen 7 Uhr an die Autobahnmeisterei übergeben werden, die sich um die fachgerechte Entsorgung der Flüssigkeit und die Reinigung der Fläche kümmert.
Der Fahrer des Lastzuges, der kurz mit dem Stoff in Berührung gekommen war, wurde durch den Rettungsdienst betreut, lehnte jedoch eine weitergehende Untersuchung und Behandlung in einem Krankenhaus ab. Weitere Personen wurden bei dem Einsatz nicht verletzt. Über die Ursache und die Höhe des Schadens liegen noch keine Angaben vor.
Im Einsatz waren rund 130 Einsatzkräfte von der Feuerwehr, dem Rettungsdienst, dem THW, der Unteren Wasserbehörde und der Polizei.
Anzeige
Anzeige



