Sehnde nimmt Hitzeschutz ernst: Stadt legt Hitzeaktionsplan vor

Sehnde nimmt Hitzeschutz ernst: Stadt legt Hitzeaktionsplan vor
Mit großer Hitze ist zunehmend zu rechnen und Vorbeugen ist notwendig - Foto: MHH
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Heiße Sommer, tropische Nächte, lange Trockenphasen – was früher die Ausnahme war, gehört inzwischen auch in Sehnde zum Alltag. Die Stadt hat darauf reagiert und in den vergangenen Monaten einen kommunalen Hitzeaktionsplan (HAP) erarbeitet. Das Konzept wird nun als Beschlussvorlage Nr. 2026/0818 in den politischen Beratungsprozess eingebracht: Am Montag, 13. April 2026, befasst sich zunächst der Fachausschuss Stadtentwicklung und Umwelt mit dem Plan, bevor er im April dem Verwaltungsausschuss und dem Rat der Stadt Sehnde zur Abstimmung vorliegt.

Basis des Planes

Der Hitzeaktionsplan wurde vom Fachdienst 4.1 auf Grundlage des Leitfadens der Region Hannover erarbeitet und verfolgt das Ziel, gesundheitliche Risiken durch Hitze zu minimieren und die Erarbeitung von langfristige Anpassungsstrategien einzuleiten. Spezielles Augenmerk gilt dabei besonders betroffenen Gruppen: In den 15 Ortsteilen beheimatet Sehnde sieben Schulen, 21 Kindertagesbetreuungen und einige Seniorenresidenzen und große Kranken- und Pflegeeinrichtungen. „Dies sind Einrichtungen für Menschen, die bei Hitze besonderen Schutz benötigen und in der Klimaanpassung in Sehnde berücksichtigt werden müssen,“ sagt Klimaanpassungsmanagerin Dr. Miriam Becker.

Diese Berücksichtigung wurde bereits im Entstehungsprozess des Hitzeaktionsplans durch eine Beteiligung der Öffentlichkeit auf dem Bergfest 2025 und durch direkte Gespräche mit Vertretern der betroffenen Einrichtungen verfolgt. Die Erkenntnisse aus diesen Gesprächen sind in den Hitzeaktionsplan eingeflossen oder werden im Konzept zur nachhaltigen Klimaanpassung aufgegriffen, das sich derzeit in der Ausarbeitung befindet.

Dreistufige Planung

Das Konzept verdeutlich die Relevanz des Themas auf drei Ebenen: saisonvorbereitende Maßnahmen wie zum Beispiel Informationskampagnen, Hitzepatenschaften und die Prüfung einer Bereitstellung von Sonnencremespendern in öffentlichen Gebäuden, eine klar definierte Kommunikationskaskade in der Stadt für den akuten Hitzefall, die auf den Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) basiert sowie langfristige planerische Strategien, die im Rahmen des städtischen Klimaanpassungskonzepts aufgenommen werden.

„Dieser Plan ist mehr als ein Verwaltungsdokument – er ist ein gemeinsames Versprechen: Wir übernehmen Verantwortung füreinander und für die Zukunft unserer Stadt“, betont Bürgermeister Olaf Kruse.

Nachlesen und Mitmachen

Die Beschlussvorlage mit dem vollständigen Hitzeaktionsplan ist ab sofort im Ratsinformationssystem der Stadt Sehnde öffentlich einsehbar. Die abschließende Beschlussfassung durch den Rat ist für den 29. April 2026 geplant. Die Beratung des aktuellen Entwurfs ist für den 13. April 2026 geplant – bis dahin können die Sehnder Hinweise, Anregungen oder Rückmeldungen direkt an die Projektverantwortlichen richten: per E-Mail an klimaschutz@sehnde.de oder über die Kontakte auf der Homepage. Weitere Informationen zum Konzept zur nachhaltigen Klimaanpassung und natürlichem Klimaschutz für die Stadt Sehnde finden sind auf der Seite der Stadt Sehnde.

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