Gestatten: Nashorn „Nasor“ – der Neue im Erlebnis-Zoo

Gestatten: Nashorn „Nasor“ – der Neue im Erlebnis-Zoo
Nashornbulle Nasor wohnt jetzt im Zoo Hannover - Foto: Zoo Hannover
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Hoffnung auf Nachwuchs in Hannover und Rotterdam bringt der Partnertausch, der im Rahmen des europäischen Erhaltungsprogramms EEP jetzt erfolgt ist.

Der „Neue“ am Sambesi ist nicht zu übersehen: Rund 1,60 Meter Schulterhöhe, etwa 1.000 Kilogramm schwer, 3,20 Meter lang, tiefgraue Haut, zwei stattliche Hörner, spitze Lippen. Anfang Dezember des vergangenen Jahres kam das Östliche Spitzmaulnashorn „Nasor“ aus dem Zoo Rotterdam in den Erlebnis-Zoo Hannover – jetzt erobert er sein neues Reich am Sambesi.

Der Bulle nimmt den Platz seines Vorgängers „Kito“ ein, der seinerseits jetzt in Nasors ehemaligen Zoo in Rotterdam lebt. Der Partnertausch im Rahmen des europäischen Erhaltungszuchtprogramm soll in beiden Zoos für Nachwuchs sorgen, denn östliche Spitzmaulnashörner sind vom Aussterben bedroht.

Trennung war erforderlich

Da „Kito“ mit der in Hannover lebenden Nashornkuh „Maisha“ verwandt ist, war eine Verpaarung ausgeschlossen. Mit dem Partnertausch trifft „Kito“ auf Nashornkuh „Naima“, während die hiesige Nashornkuh „Maisha“ den neuen Bullen „Nasor“ als Partner bekommt.

Bis die beiden sich kennenlernen, wird es allerdings noch ein wenig dauern. „Nasor ist mit seinen fünf Jahren noch nicht geschlechtsreif“, erklärt Kurator Robin Walb. „Der Jungbulle soll hier heranwachsen und langsam Interesse an seiner Partnerin bekommen.“ Neugierig ist er jedenfalls jetzt schon – schließlich kann er das andere Nashorn riechen und hören.

Wenn die beiden sich im Laufe der Zeit besonders gut riechen können, hofft das Team des Erlebnis-Zoo auf Nachwuchs, immerhin ist die letzte Geburt eines östlichen Spitzmaulnashorns im Erlebnis-Zoo ist fast 25 Jahre her. „Die Nachzucht dieser vom Aussterben bedrohten Art ist langfristig angelegt, man braucht Geduld,“ so Robin Walb. Selbst nach erfolgreicher Paarung lässt ein Jungtier lange auf sich warten: die Tragzeit bei Spitzmaulnashörnern beträgt 456 bis 486 Tage!

Einleben Priorität

Aber jetzt gilt es für den jungen „Nasor“ erst einmal, sich in Ruhe einzuleben. Nach seiner Ankunft hat er die Räume hinter den Kulissen, die neuen Geräusche und Gerüche sowie seine neuen Tierpfleger kennengelernt. Nun geht es für ihn in den Außenbereich, der direkt am Ufer des Sambesi liegt. Hier warten verschiedene Sandbäder zum Wälzen, Felsen zum Schubbern, Futterplätze zum Snacken und Enten am Sambesi zum Verscheuchen auf den Jungbullen. „Nasor ist neugieriger junger Bulle, es macht viel Spaß, ihn zu beobachten“, erzählt Tierpfleger Carsten Heinß.

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