AfD will neues Verfahren zur medizinischen Altersfeststellung junger Flüchtlinge prüfen

9. Februar 2018 @

„Die Jugendämter nutzen ihre Rechte und Pflichten bei der medizinischen Altersfeststellung junger Migranten nur ungenügend, deswegen wollen wir die Handlungskompetenz erhöhen“, so begründet die AfD- Fraktionsvorsitzende Christiane Wichmann den Antrag der AfD- Fraktion, den Einsatz DNA-basierter Alterstests zu prüfen.

Christiane Wichmann will die Altersprüfung verändern – Foto: C. Wichmann

Die DNA-basierte Altersfeststellung nach der „epigenetischen Uhr“, entwickelt von Horvaths, hat seine Reliabilität in verschiedenen Verfahren bereits unter Beweis gestellt, so die Vorsitzende in einer Pressemeldung. Unter anderem wurde es bereits durch den Landkreis Hildesheim zur Altersfeststellung eines Migranten verwendet. AfD-Fraktionschefin Christiane Wichmann zeigt sich zuversichtlich: „Die Region Hannover, als größte kommunale Körperschaft in Niedersachsen, könnte mit der Implementierung dieses Instruments bei der bedarfsorientierten regelmäßigen Altersfeststellung junger Migranten  bei Verdachtsfällen hier eine Vorreiterrolle in Niedersachsen einnehmen.“

Laut Angaben der Landesregierung  gegenüber der AfD wurden in Niedersachsen zwischen 2015 und 2017 insgesamt 4927 Migranten in Obhut genommen, von denen bei lediglich 67 das Alter anhand einer medizinischen Altersfeststellung ermittelt wurde. Von den insgesamt 157 ärztlichen Untersuchungen wurde dann in 90 Fällen entschieden, dass keine Minderjährigkeit vorliegt. „Wir können davon ausgehen, dass viele junge Migranten unwahre Aussagen über ihr Alter machen, da ein Inobhutnahme durch das Jugendamt mit vielen Privilegien verbunden ist“, teilt Wichmann mit. „Auch wenn wir das Verhalten nachvollziehen können, ist es den Bürgern der Region nicht zuzumuten, die hohen Jugendhilfe-Sozialkosten für in Wahrheit erwachsene Migranten zu tragen. Da die röntgenbasierte Altersfeststellung, weniger von Medizinern, jedoch stark von Parteien und Sozialverbänden abgelehnt wird, möchten wir die Region für Alternativen sensibilisieren“, begründet Christiane Wichmann den Antrag der AfD- Fraktion.

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