Dekarbonisierung im Zementwerk Höver: Erste Erprobungsphase mit ermutigenden Ergebnissen

Dekarbonisierung im Zementwerk Höver: Erste Erprobungsphase mit ermutigenden Ergebnissen
Die Erprobungsanlage auf dem Gelände von Holcim in Höver – Foto: Holcim
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Im Zementwerk Höver wird derzeit eine vielversprechende Technik erprobt, die einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Zementindustrie in Deutschland leisten kann: Ende des vergangenen Jahres hat die Holcim (Deutschland) GmbH mit den Partnern Cool Planet Technologies Limited, ein Unternehmen aus dem Bereich nachhaltige Techniken und fokussiert auf CO2-Abtrennung, sowie dem Helmholtz-Zentrum Hereon eine Absichtserklärung unterzeichnet. Im Zentrum dieser Kooperation steht die Errichtung einer CO2-Abscheideanlage im Zementwerk Höver, die auf einer innovativen Membrantechnik basiert.

Weltweit ist Höver vorn

Nach mehreren Wochen Laufzeit der Test-Anlage und Abschluss der Vorversuchsphase sind die Ergebnisse außerordentlich positiv. “Wir können eine gute Abscheiderate und vergleichsweise hohe Reinheiten beobachten. Wir freuen uns über die sehr vielversprechenden Ergebnisse der ersten Testphase”, so Holcim Werksleiter Stephan Hinrichs. “Ich bin sehr stolz darauf, dass wir eines der ersten Zementwerke weltweit sind, die wirklich praktische Erfahrungen mit der Abscheidung von CO2 sammeln konnten.”

Von der Erprobungsphase in den Testbetrieb

Die Anlage soll jetzt für zweieinhalb Jahr in den Testbetrieb gehen – Foto: Holcim

Im August startet die nächste Phase des rund zweieinhalbjährigen Forschungs- und Entwicklungsprojekts. Eine einjährige aktive Testphase, bei der die Anlage im Langzeitbetrieb untersucht werden soll, ist für September nächsten Jahres geplant. Bestätigen sich hier die guten Ergebnisse, soll die Anlage schrittweise erweitert werden, sodass sie nach der finalen Ausbaustufe rund 90 Prozent der CO2 Emissionen abtrennen und hochreines CO2 in flüssiger Form für Sequestrierung oder Weiternutzung liefern kann. Ziel des Anlagenbetriebs ist es, Leistung, Wirtschaftlichkeit und Einsatzverhalten im größerem Maßstab zu demonstrieren, um zu prüfen, ob die Technik nicht nur in Höver, sondern auch in weiteren Zementwerk eingesetzt werden kann.

Förderung möglich

Für die Testphase und die Errichtung eines größeren Testcontainers in der ersten Ausbauphase wurde eine Interessenbekundung für eine Förderung beim Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI) im Rahmen des Förderprogramms „Dekarbonisierung in der Industrie“ eingereicht. Seit Kurzem liegt eine positive Rückmeldung des KEIs und die damit verbundene Einladung zur Einreichung eines Vollantrags vor. “Wir hoffen sehr auf eine positive Rückmeldung und Fördermittelzusage bis zum Sommer dieses Jahres”, erklärt Stephan Hinrichs.

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