SPD-Regionsfraktion unterstützt „Notfallkarte“ – Einsatz in der Ostregion

30. Juli 2020 @

Bei einem Notfall zählt jede Sekunde. Deshalb ist es wichtig, dass Notärzte im Einsatz sofort über die Krankheitsdaten ihrer Patienten Bescheid wissen. Nur so kann die richtige Diagnose gestellt und eine effektive Behandlung eingeleitet werden. Der Inhaber bestimmt selbst, welche Informationen auf der Karte gespeichert werden.

Karte im Versuch

Thordies Hanisch und Jürgen Buchholz (v.li.) mit der Notfallkarte – Foto: T. Hanisch

Da die Betroffenen während einer Notfallsituation in der Regel nicht selbst Auskunft geben können, hat die „Interessengemeinschaft Digitale Notfallkarte-Burgdorf“, der auch das Rote Kreuz angehört, die so genannte Notfallkarte entwickelt. Die Notfallkarte ist im Kern ein USB-Stick, auf dem alle für den Notfall relevanten Daten, wie etwa Allergien oder aktuell eingenommene Medikamente, gespeichert werden können. Kostenpunkt sind zehn Euro. Die Daten können sowohl in Notarzteinsatzfahrzeugen, als auch in Krankenhäusern datenschutzkonform ausgelesen werden und helfen, die richtige Behandlung zu wählen. Bisher beteiligt sich das Klinikum Region Hannover-Ost mit den Standorten Laatzen, Lehrte und Großburgwedel an dem Projekt.

Informationen auf der Karte selbst bestimmen

SPD-Landtagsabgeordnete Thordies Hanisch, Schirmherrin der Notfallkarte, ist überzeugt von dem System: „Ich habe für das Einrichten der Karte etwa 45 Minuten benötigt und konnte dabei auch feststellen, welche Impfungen ich demnächst auffrischen lassen muss. Dabei ist es wichtig hervorzuheben, dass man selbst bestimmt, welche Daten auf der Karte landen. Eine gute Sache!“

Erwerb in Burgdorf

Um sich über die Notfallkarte zu informieren, hatte die SPD-Regionsfraktion die Interessengemeinschaft Digitale Notfallkarte-Burgdorf eingeladen. Seit dem 1. Juni wird das Projekt nun seitens der Region begleitet, um eine bessere Datengrundlage bezüglich der Kartennutzung zu erstellen. „Die Notfallkarte kann im Zweifelsfall Leben retten“, so der Sprecher für Feuerschutz, Rettungswesen und allgemeine Ordnungsangelegenheiten der SPD-Regionsfraktion, Jürgen Buchholz. „Bis die elektronische Patientenakte tatsächlich eingeführt wird, stellt sie eine gute Zwischenlösung dar, die dabei hilft, die Notfallversorgung in der Region weiter zu verbessern.“

Erwerben kann man die digitale Notfallkarte beim DRK-Ortsverein Burgdorf über die E-Mail drk-ortsverein-burgdorf [at] arcor [dot] de oder die Telefonnummer 05136/81 717.

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