Aktuelle Informationen zur Covid-Impfung in Niedersachsen

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Seit Montag sind alle Landkreise und kreisfreien Städte in Niedersachsen bereit, um mit den Impfungen gegen Covid-19 zu beginnen. Auch die Impfzentren, die dem Land in der letzten Woche noch nicht gemeldet hatten, dass sie startbereit sind, werden im Laufe des Tages mit jeweils 975 Dosen des Impfstoffs beliefert.

Zu wenig Impfdosen
Impfzentrum auf der Messe muss weiter warten – Foto: JPH

„Es ist wichtig, dass jetzt alle Landkreise und kreisfreien Städte mit den Impfungen in den Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern beginnen. Die Impfungen werden uns allen den Weg aus der Pandemie ebnen. Dafür sind aber noch deutlich mehr Impfdosen nötig, als bisher zur Verfügung stehen“, bestätigt Gesundheitsministerin Dr. Carola Reimann die Einschätzung.

Insgesamt sind damit landesseitig mehr als 50 000 Dosen an die Impfzentren ausgeliefert, rund 10 000 stehen in dieser Woche noch für Nachlieferungen bereit. Zudem erhalten die drei großen Krankenhäuser der Maximalversorgung (MHH, UMG und Klinikum Braunschweig) am Mittwoch eine erste Lieferung des Impfstoffs, um das besonders gefährdete Personal vor Ort zu impfen. „Alle anderen Krankenhäuser in Niedersachsen werden über die Impfzentren vor Ort mit mobilen Teams angesteuert. Die Priorisierung des Bundes auf Grundlage der STIKO-Empfehlung erlaubt die Impfung zunächst nur für das Krankenhauspersonal auf den Intensivstationen, in den Notaufnahmen und im Rettungsdienst“, erläutert Ministerin Reimann das Vorgehen.

Bundesweites Lieferproblem bestätigt

Allerdings werden in dieser Woche alle in Niedersachsen für die Erstimpfung zur Verfügung stehenden Dosen verimpft sein. Und es gibt bundesweit ein Problem mit der verfügbaren Menge des Impfstoffs, nicht mit der Impfstruktur. Denn mit der Infrastruktur, die im Land aufgebaut wurde, könnten man deutlich mehr impfen. „Niedersachsen steht aber ausdrücklich hinter der gemeinsamen Beschaffung des Impfstoffs durch die EU. Ein Wettbewerb unter den EU-Ländern wäre mit den Grundgedanken europäischer Solidarität nicht vereinbar gewesen“, meint Reimann.

Mangel an Impfstoff betätigt – Foto: JPH

Aber schon am 30.12.2020 hatte Niedersachsen 15 000 Dosen weniger als angekündigt erhalten, eine Lieferung über 63 000 Dosen entfiel sogar komplett. Die nächste Impfstofflieferung für Niedersachsen über 63 000 Dosen wurde vom Bund erst für den 8. Januar angekündigt. Diese Lieferung war zwar ursprünglich für den 11. Januar avisiert, sie ist jetzt vorgezogen worden, wohl um diesen Ausfall etwas zu kompensieren. Danach soll erst wieder am 18. Januar Impfstoff eintreffen.

Zweitimpfung bedenken

„Auch vor diesem Hintergrund ist es nicht vertretbar“, so Reimann, „alle gelieferten Impfdosen sofort zu nutzen und auf die Rücklage für die Zweitimpfung zu verzichten. Der Impfstoff bietet erst nach einer zweiten Impfung, drei bis vier Wochen nach der ersten, den vollständigen Schutz vor Covid-19.“

Die Ministerin bittet vor allem die hochbetagten Menschen, die nicht in einem Alten- oder Pflegeheim leben, noch um Geduld: „Allein in Niedersachsen leben 800 000 Menschen, die nach der Priorisierung schon heute impfberechtigt sind. Knapp die Hälfte aller Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus sind jedoch in den Alten- und Pflegeheimen zu beklagen. Angesichts der massiven Knappheit des Impfstoffs legen wir unseren Schwerpunkt deshalb ganz bewusst auf die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Beschäftigten in diesen Einrichtungen.“ Der limitierende Faktor bleibt einfach der verfügbare Impfstoff.

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