19-Jähriger mimt Polizeibeamten im ICE – echte Polizisten nehmen ihn fest

19-Jähriger mimt Polizeibeamten im ICE – echte Polizisten nehmen ihn fest
Die "echte" Polizei kam, um den Kollegen mitzunehmen - Foto: JPH
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Während einer Fahrkartenkontrolle im ICE gab sich ein 19-jähriger Deutscher gegenüber dem Zugbegleiter als Polizeibeamter aus. So erhoffte er sich damit eine kostenlose Beförderung. Der Zugbegleiter hatte jedoch begründete Zweifel an der Glaubwürdigkeit und alarmierte die „echte“ Bundespolizei. Die Bundespolizisten nahmen den Mann nach einer kurzen Verfolgung fest und beschlagnahmten die Uniformteile.

„Teiluniformiert“ kostenlos im ICE

Der mit Teilen einer Polizeiuniform bekleidete 19-Jährige fuhr Sonnabendabend, 06.06.2025, im ICE von Kassel Hauptbahnhof nach Berlin Hauptbahnhof. Doch die ansonsten üblichen polizeilichen Einsatzmittel hatte der junge Mann natürlich nicht dabei, was dem Zugbegleiter aufgefallen war. Auch aufgrund von widersprüchlichen Angaben während der Fahrkartenkontrolle zweifelte der Zugbegleiter noch mehr an der Echtheit der Uniform und informierte deshalb die Leitstelle der Bundespolizeiinspektion in Hannover über seinen Verdacht. Eine Streife der Bundespolizei erreichte daraufhin den Bahnhof Hannover-Messe/Laatzen und begab sich zum ICE.

Bei Eintreffen der Beamten versuchte der 19-Jährige zu entkommen und floh zu Fuß in Richtung Stadtgebiet. Nach einer kurzen Verfolgung gelang es den Beamten mit Hilfe eines Passanten, den Flüchtigen zu stoppen und vorläufig festzunehmen. Anschließend kam der Beschuldigte ins Polizeikommissariat in Laatzen für die weiteren polizeilichen Maßnahmen.

„Tatmittel“ beschlagnahmt

Die „Polizeiuniform“, bestehend aus Diensthose und -hemd mit Hoheitsabzeichen, wurden durch die Bundespolizisten beschlagnahmt. Gegen den falschen Polizeibeamten wurden Ermittlungsverfahren wegen des Betrugs, der Amtsanmaßung, sowie des Missbrauchs von Dienstabzeichen und Berufsbezeichnungen eingeleitet. Der Beschuldigte wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen von der Wache entlassen. Nach der Entlassung musste er allerdings mit einer Fahrkarte nach Berlin weiterfahren.

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