Minister Pistorius besucht KomZ Großschadenslagen in Celle

30. April 2020 @

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, hat am Mittwoch, 29. April 2020, den Stab des Kompetenzzentrums Großschadenslagen (KomZ) in Celle besucht.

Das KomZ im Niedersächsischen Innenministerium ist die Organisations- und Steuerungszentrale des Landes, wenn es um das Management von Krisen geht. Der im KomZ eingerichtete Stab ist die zurzeit tätige besondere Aufbauorganisation (BAO) des Landes Niedersachsen. Es unterstützt das bei der Bewältigung der Corona-Krise federführende Niedersächsische Gesundheitsministerium. Mitte April ist das KomZ aus den bisherigen Räumlichkeiten im Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport in Hannover in die Niedersächsische Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (NABK) in Celle gezogen (SN berichtete).

Alle beteiligten Organisationen besetzen das KomZ – Foto: Nds. Min. f. Inneres

Aufgaben des KomZ vorgestellt

Pistorius informierte sich vor Ort über die aktuellen Schwerpunkte der Arbeit des KomZ und über die neu eingerichtete Interdisziplinäre Steuerungszentrale (ISZ). Die ISZ ist als Teil des KomZ für die Zusammenführung der Bettenkapazitäten in Krankenhäusern und etablierten Ersatzeinrichtungen zuständig. Sie unterstützt als Steuerungseinheit die kommunalen Leitstellen bei der Erfassung der landesweiten Bettenkapazitäten in Krankenhäusern und weiteren Ersatzkrankenhäusern sowie bei der Organisation von überregionalen Transporten von Patienten in Ausnahmefällen.

Im Nachgang zeigte sich der Minister beeindruckt von der Leistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: „Durch die teils dramatischen Entwicklungen im Verlauf der Corona-Pandemie sind auch die Ansprüche an das Land und das damit verbundene Krisenmanagement gestiegen. Um den wachsenden Aufgaben gerecht zu werden, war es notwendig, das Kompetenzzentrum Großschadenslagen in die großzügigeren Räumlichkeiten der Akademie in Celle zu verlegen. Es ist bemerkenswert, wie unsere Spezialisten innerhalb kürzester Zeit und mit viel persönlichem Engagement ein Logistikzentrum aufgebaut haben. Das ist nun der Dreh- und Angelpunkt für die gesamte Beschaffungs- und Verteillogistik des Landes. Durch diese Zentralisierung ist es uns gelungen, trotzdem viele Amtshilfeersuchen der Kommunen zu erfüllen. Gerade was die Beschaffung von persönlicher Schutzausstattung angeht.“

Auch der KatS Niedersachsen ist im KomZ eingesetzt – Foto: Nds. Min. f. Inneres

Zahlreiche Organisationen sind im KomZ vertreten

Im Stab des KomZ findet in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium die zentrale Steuerung, Information und Koordination von Hilfsmaßnahmen an die örtlich zuständigen Gesundheitsämter und Katastrophenschutzbehörden statt. Im Verlauf der Corona-Pandemie wurde das KomZ sukzessive aufgestockt. Immer mehr Aufgaben kamen hinzu, entsprechend wurde auch mehr Personal erforderlich, um die enorme Arbeitsbelastung zu bewältigen.

Durch den Umzug nach Celle in größere Räume konnte auch eine noch effizientere Verzahnung der einzelnen Bereiche erreicht werden.

Schwerpunkt der Tätigkeit im Rahmen der Pandemie COVID-19 ist die Beschaffung und Verteilung von persönlicher Schutzausstattung (PSA). Hierzu wird die gesamte Prozesskette von der Akquise der Angebote, der Beschaffung, der Sammlung und Bewertung der Notfallbedarfe sowie die Verteilung der PSA bearbeitet. Die knapp 80 Funktionen im Stab werden im Schichtsystem durch mehr als 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der niedersächsischen Landesverwaltung, der Bundeswehr, des THW und der Hilfsorganisationen besetzt.

Zum Abschluss gab es einen Lagevortrag

An den Besuch des Stabes schloss sich ein umfassender Lagevortrag des KomZ an. Pistorius nutzte die Gelegenheit für einen Austausch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Die Kolleginnen und Kollegen arbeiten seit vielen Wochen unter hoher Belastung extrem professionell und zuverlässig. Ich bin sehr froh über das außerordentliche Engagement der Mitarbeitenden aus allen Bereichen der Landesregierung. Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle ausdrücklich bei ihnen bedanken. Wir brauchen jede und jeden Einzelnen von Ihnen“, sagte Minister Pistorius zum Abschluss seines Besuchs in Celle.

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