Gluckern, keckern und brüllen: So klingt das Eisbär-Jungtier im Zoo

21. Dezember 2019 @

Es gluckert, keckert und brüllt: In der Wurfhöhle von Eisbärin Milana und ihrem Nachwuchs im Erlebnis-Zoo Hannover ist es alles andere als ruhig – außer Mutter und Kind schlafen eng aneinander gekuschelt. Milana ist am 20. November das erste Mal Mutter geworden und kümmert sich seither vorbildlich um ihren Nachwuchs, der sich weiterhin sehr gut entwickelt und kräftig gewachsen ist.

Mutter Milana mit dem Jungen im Größenvergleich – Foto: Zoo Hannover

Dass es dem kleinen Eisbären gut geht, erkennen die Tierpfleger aus der kanadischen Themenwelt Yukon Bay anhand der Kamera-Bilder aus dem Stall. Aber auch an den Geräuschen, die über ein Mikrofon aufgezeichnet und auf den Computer im Büro übertragen werden. Wacht das Jungtier auf, macht es akustisch auf sich aufmerksam. Und das lautstark! „Anfangs klang Milanas Jungtier fast wie ein menschliches Baby“, berichten die Tierpfleger. „Mittlerweile hört man schon einen Unterschied, es klingt manchmal sehr fordernd oder auch motzend, wenn es Aufmerksamkeit haben möchte. Wenn es trinkt oder zufrieden ist, hört man ein entspanntes Gluckern und Keckern“, so die Pfleger.

Dank Milanas Muttermilch, die bei Eisbären mehr als 30 Prozent Fettgehalt hat, ist das kleine Jungtier kräftig gewachsen und inzwischen fast dreimal so groß wie bei der Geburt. „Es strampelt, kugelt und robbt sich voran und sieht mittlerweile aus wie ein richtiger Mini-Bär“, freuen sich die Tierpfleger. Auch Eisbären-Kurator Fabian Krause ist zufrieden mit der Entwicklung von Milanas Jungtier. „Es wird nicht mehr lange dauern, bis sich die Augen und Gehörgänge des Jungtiers öffnen“, so der Zoologe. „In der Regel passiert das ab der fünften Lebenswoche, also schon sehr bald. Wir können auch schon leichte Schatten erkennen, wo sich die Augen entwickeln.“

Das Treiben in der Wurfhöhle können Tierpfleger, Zoologen und Tierärzte über installierte Kameras beobachten, denn weiterhin gilt absolute Ruhe für Mutter und Jungtier.

Kommentare gesperrt.

© 2020 Sehnde-News.