Große Übung der Feuerwehrbereitschaft gemeinsam mit der DLRG bei Harsum

1. Februar 2020 @

Der Fachzug Personalreserve unter Leitung von Zugführer Jens Böker und seinem Team nahm am vergangenen Montagabend, 27.01.2020, an einer Großübung am Mittelland-Stichkanal bei Harsum teil.

Das Ufer wurde szur Suche ausgeleuchtet – Foto: T. Paschwitz

Mehr als 50 Einsatzkräfte gefordert

Rund 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr und DLRG waren zu dieser Übung mit sieben Einsatzfahrzeugen und zwei Motorrettungsbooten erschienen. „Der Grund für diese großangelegte Übung liegt auf der Hand. Wir als Fachzug müssen überall mit Gewässern im Einsatzbereich rechnen. Außerdem können wir auch zu Einsätzen im Bereich der Ufer gerufen werden“, so Böker im Gespräch.

„Wichtig ist es zu wissen, an welchen Stellen man dicht mit den Fahrzeugen an die Ufer gelangen kann, um beispielweise ein Motorrettungsboot zu Wasser zu lassen. Auch für die Ölschadensbekämpfung oder auch die Einrichtung einer Wasserentnahmestelle ist es wichtig. Insbesondere bei einer Personensuche an und auf dem Wasser wird die Feuerwehr, neben der Polizei, den Rettungshundestaffeln und der DLRG oft unterstützend eingesetzt. Der Personalbedarf kann schnell sehr groß werden, wenn Menschenleben in Gefahr sind oder Personen vermisst werden, wie bei der von Tobias Geschwentner, dem Technischer Leiter der DLRG-Ortsgruppe Harsum, ausgearbeiteten Übung“, so Böker weiter.

Um 17.45 Uhr wurden die Einsatzkräfte alarmiert

Wie geplant wurden die Kameraden von Fachzug und der DLRG pünktlich um 17.45 Uhr alarmiert und sammelten sich in ihren Bereitstellungsräumen. Im Anschluss folgte die Zugübung. Zunächst wurden einzelne Abschnitte eingeteilt und die dazu gehörigen Befehle ausgegeben. Dabei waren laut Lage mehrere Personen über Bord gegangen.

Ein Abschnitt begann sofort mit der Menschensuche, denn es waren mehrere Personen als vermisst gemeldet. Hierzu wurden einzelne Trupps entsandt, um entlang des Kanals zu Fuß mit der Suche zu beginnen. Anderen Ortes wurde die Slipanlage ausgeleuchtet, damit die Boote des DLRG zu Wasser gelassen werden konnten. Nun konnten die Vermissten wasser- und landseitig gesucht werden.

Abstimmung bei der Suche ist essentiell wichtig – Foto: T. Paschwitz

Zu Fuß zwischen Klein Förste und dem Hildesheimer Hafen unterwegs

Auch zu Fuß wurde zwischen Klein Förste und dem Hildesheimer Hafen auf einer Länge von fast fünf Kilometern nach Personen gesucht. Im Zuge der Suche wurde anschließend auch noch ein Entstehungsbrand an der Uferböschung gemeldet, der sofort gesichert wurde. Nach der vorrangigen Menschenrettung konnte der Brand von einem Mehrzweckbootes aus gelöscht werden. Hierzu wurden eigens eine Tragkraftspritze samt C- Rohr und Angriffstrupp auf das Mehrzweckboot verladen.  Auch hierbei ergaben sich besondere Umstände. Denn die zum Teil recht steile Uferböschung war durch die Witterung sehr rutschig geworden. Deshalb mussten die Kameraden und auch das Einsatzgerät mit Feuerwehrleinen gesichert werden.

Gegen 22 Uhr war die Übung dann erfolgreich beendet und die Kräfte konnten sich bei Kaffee, Bockwurst und Kartoffelsuppe an der DLRG Station stärken und aufwärmen.

Nachbereitung des Einsatzes

Bei einer ersten Übungsnachbesprechung mit allen Beteiligten  zeigten sich die beiden Zugführer Tobias Geschwentner DLRG sowie Jens Böker zufrieden und  bedankten sich bei den motivierten Mannschaften  „Die Übung hat gezeigt wie wichtig es ist, dass ausreichend Kräfte vor Ort sind um eine solch umfangreiche Lage erfolgreich abzuarbeiten.“ so Böker.

Besonders hoben beide hierbei das ehrenamtliche Engagement  hervor, denn die Kameraden haben einen langen Montagabend investiert um die Rettungsabläufe zu trainieren. Die Nachbereitung des Einsatzes dauerte schließlich noch bis 0.30 Uhr, bevor es wieder nach Hause ging.

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